Wie wird Mekinist (Trametinib) beim Malignen Melanom eingenommen?

Es wird empfohlen, Trametinib (Mekinist®) sowohl in der alleinigen Therapie als auch in Kombination mit Dabrafenib (Tafinlar®) in einer Dosierung von 2 mg einmal täglich einzunehmen.

Folgendes sollten Sie bei der Einnahme von Mekinist® beachten:

  • Mekinist®-Filmtabletten gibt es in zwei Stärken (0,5 mg und 2 mg) – das ermöglicht leichtere Dosisanpassungen.
  • Die Tageshöchstdosis beträgt 2 mg und darf nicht überschritten werden.
  • Sie sollten Trametinib mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit mit Wasser einnehmen.
  • Nehmen Sie Mekinist® möglichst immer zur gleichen Zeit ein.
  • Setzen Sie das Medikament niemals ohne ärztliche Rücksprache ab.

Dosisanpassung nach festem Schema

Sollten Sie Trametinib in der Einzel- oder in der Kombinationsbehandlung mit Dabrafenib bekommen und darunter ausgeprägte Nebenwirkungen entwickeln, so gibt es verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Entweder wird die Therapie unterbrochen, abgebrochen oder Ihr behandelnder Arzt passt die Dosis an.

Falls entschieden wird, die Dosierung des Medikaments (bzw. der Medikamente) zu verringern, gibt es hierfür sogar vorgegebene bzw. empfohlene Reduktions-Tabellen. Je nach Art der unerwünschten Arzneimittelwirkung wird entschieden, welches Medikament wie angepasst wird. Sowohl für den MEK-Inhibitor Mekinist® als auch für den BRAF-Inhibitor Tafinlar® gibt es allerdings eine tägliche Mindesteinnahmemenge, die dabei nicht unterschritten werden sollte.

Therapiezeit ist unterschiedlich

Wenn Sie Trametinib (ggf. in Kombination mit Dabrafenib) in der adjuvanten bzw. unterstützenden Behandlung des Malignen Melanoms mit BRAF-V600-Mutation erhalten, wird empfohlen, diese zielgerichtete Therapie über einen Zeitraum von zwölf Monaten durchzuführen.

In der Behandlung des fortgeschrittenen Malignen Melanoms mit BRAF-V600-Mutation empfiehlt sich eher eine dauerhafte Einnahme – und zwar so lange, bis Sie als Betroffener nicht mehr davon profitieren oder nicht tolerable Nebenwirkungen auftreten.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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