Malignes Melanom: Welche Nebenwirkungen hat Detimedac (Dacarbazin)?

Eine Behandlung mit dem Zytostatikum Dacarbazin (Detimedac®, Dacarbazin Lipomed®) geht häufig (bei 1 bis 10 % der Betroffenen) mit folgenden Nebenwirkungen einher:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie) – oft erst zeitlich verzögert nach drei bis vier Wochen

Nebenerscheinungen nicht unterschätzen

Aufgrund der zum Teil sehr stark belastenden und schwerwiegenden Arzneimittelwirkungen wird die Chemotherapie engmaschig von einem Facharzt betreut und kontrolliert, der in der Hautkrebsbehandlung spezialisiert ist. Neben regelmäßigen Blutbildkontrollen ist auch eine individuelle Begleitmedikation erforderlich, um Beschwerden zu lindern.

Heutzutage ist es selbstverständlich, eine Chemotherapie von Anfang an mit entsprechenden Begleitbehandlungen zu kombinieren. Dennoch sind die negativen Arzneimittelwirkungen oft so einschneidend, dass immer noch ein Teil der Therapien reduziert, unterbrochen oder auch abgebrochen werden muss.

Seltenere Beschwerden

Unter der Behandlung mit Dacarbazin kommt es neben den bereits erwähnten häufigen Nebenwirkungen gelegentlich (bei weniger als 1 % der Behandelten) auch zu diesen Beschwerden:

  • grippeähnliche Symptome (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen)
  • Infektionen
  • Haarausfall
  • verschwommenes Sehen

Deutlich seltener treten dagegen Komplikationen wie Seh- und Nervenstörungen, allergische Reaktionen oder schwerwiegende Leber- und Nierenfunktionsstörungen auf.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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