Malignes Melanom: Welche Nebenwirkungen hat Tafinlar (Dabrafenib)?

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen von Dabrafenib (Tafinlar®) gehören:

  • grippeähnliche Symptome (Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen)
  • Fieber und Schwindel
  • Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Erbrechen
  • Haarausfall, übermäßige Verhornungen der Haut

Gefahr von neuen Hauttumoren

Neben den bereits aufgeführten unangenehmen, aber eher harmlosen Nebenerscheinungen können unter der Behandlung mit dem BRAF-Inhibitor Tafinlar® weitere unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten.

So beobachtet man in dieser Medikamentengruppe häufiger (1-9 von 100 Behandelten) sowohl gutartige Neubildungen (Alterswarzen, Papillome) als auch bösartige Tumoren der Haut wie beispielsweise den weißen Hautkrebs (Basaliome, Plattenepithelkarzinome). Gelegentlich können unter der Therapie auch komplett neue Melanome entstehen.

Manchmal auch innere Organe betroffen

Schwerwiegendere, gelegentlich auftretende Nebenwirkungen von Tafinlar® sind u. a.:

  • Nieren- und Leberfunktionsstörungen
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Entzündungen des Augeninnenraumes (Uveitis)

Trotz aller genannten möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen: Lassen Sie sich davon bitte nicht abschrecken bzw. entmutigen! Während der gesamten Behandlung mit dem BRAF-Inhibitor Tafinlar® werden Sie engmaschig betreut, regelmäßig körperlich untersucht und Ihre Blutwerte kontrolliert. Bei Bedarf können entsprechende Gegenmaßnahmen wie z. B. eine Dosisanpassung, eine vorübergehende Therapieunterbrechung oder ggf. die unterstützende Gabe von anderen Medikamenten in Erwägung gezogen werden.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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