Was ist eine Augen-Rosacea?

Die Augen-Rosacea, auch Ophthalmorosacea genannt, ist eine Sonderform der Rosacea die, wie schon der Namen verrät, die Augen betrifft.

Typische Symptome einer Augen-Rosacea sind vor allem trockene und brennende Augen. Zudem klagen die Betroffenen häufig über ein Fremdkörpergefühl im Auge.

Darüber hinaus können erweiterte Äderchen am Lidrand oder auch Entzündungen der Bindehaut (Konjunktivitis), des Lidrands (Blepharitis) und der Regenbogenhaut (Iritis, Iridozyklitis), Anzeichen einer Ophthalmorosacea sein. Im schlimmsten Fall droht eine Erblindung.

Die Augen-Rosacea tritt in vielen Fällen gemeinsam mit einer klassischen Rosacea auf. Etwa 30-50 Prozent der Rosacea-Betroffenen entwickeln zusätzlich zur chronischen Hauterkrankung eine Augenentzündung. Die Ausprägungen der Haut- und Augensymptome sind allerdings voneinander unabhängig und beeinflussen sich nicht.

Die Ophthalmorosacea kann zudem auch isoliert auftreten - also nur die Augen betreffen. Da die Augensymptome in der Regel recht unspezifisch sind, ist die Gefahr groß eine Augen-Rosacea nicht klar als solche zu erkennen. Wird eine Ophthalmorosacea diagnostiziert, muss der Hautarzt mit dem Augenarzt zusammenarbeiten.

Wie äußert sich Augen-Rosacea genau?

Typische Symptome einer Ophthalmorosacea sind trockene, brennende und tränende Augen. Zudem können die Lidkanten leicht gerötet und die Lidränder verkrustet oder schuppig sein. Einige Patienten berichten, dass die Beschwerden morgens besonders stark sind und sich erst im Laufe des Tages bessern. Zudem kann es im Tagesverlauf aufgrund einer verminderten Tränenproduktion zu einem Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl kommen. Oft sind die Betroffenen sehr empfindlich gegenüber Licht.

Weitere Anzeichen einer Augen-Rosacea sind geschwollene Augenlider sowie wässrige oder blutunterlaufene Augen. Auch sichtbar erweiterte Blutgefäße im Bereich der Lidränder und Bindehaut deuten auf eine Augen-Rosacea hin. Häufig treten Hagelkörner (Chalazion) auf.

Zudem kann es zu Entzündungen der Bindehaut (Konjunktivitis), des Lidrands (Blepharitis) und der Regenbogenhaut (Iritis, Iridozyklitis) kommen. In seltenen Fällen kann sich auch die Hornhaut (Keratitis) entzünden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Geschwür der Hornhaut (Ulcus). Eine dauerhafte Sehminderung oder vollständige Erblindung tritt nur sehr selten auf.

Autor: Nina Peterz

Anzeigen