Wie lässt sich Augen-Rosacea behandeln?

Augenarzt und Hautarzt müssen bei der Therapie einer Augen-Rosacea zusammenarbeiten.

Die Behandlung umfasst sowohl eine lokale Behandlung der Lidveränderungen als auch eine allgemeine Behandlung der Grunderkrankung.

Folgende Behandlungsmaßnahmen kommen zum Einsatz:

Lidreinigung
Die Augenlider werden für etwa fünf Minuten erwärmt, so dasssich das Fettsekret der sogenannten Meibom-Drüsen (auch Tarsaldrüsen) am Rand der Augenlider verflüssigt und aus den Lidern massiert werden kann. Krustige Beläge werden (z. B. durch Babyshampoo oder abgekochtes Wasser) von den Lidkanten entfernt. Dieser Vorgang sollte zweimal täglich über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten durchgeführt werden.

Antibiotika-Therapie
Die Einnahme von Antibiotika (wie Metronidazol, Azythromyzin u .a.) ist zur Behandlung einer Augen-Rosacea sinnvoll. Die Antibiotika-Therapie sollte über mindestens 3 Monate angewendet werden.

Entzündungshemmende Medikamente
Bei schweren Augenentzündungen (und akuten Entzündungsphasen) können kortisonhaltige Medikamente (Augentropfen oder Salben) zum Einsatz kommen. Wichtig: Mit kortisonhaltigen Mitteln lassen sich die Beschwerden meist rasch wieder in den Griff bekommen. Aufgrund von Nebenwirkungen sollte Kortison am Auge aber nur als Kurzzeittherapie eingesetzt werden.

Tränenersatzmittel
Zur Linderung der Beschwerden können Patienten mehrmals täglich ein Präparat gegen trockene Augen (Tränenersatzmittel) einnehmen. Wichtig ist es darauf zu achten, ein unkonserviertes Präparat zu verwenden.

Operative Eingriffe
Bei Komplikationen, wie z. B. Hornhautschäden oder gröberen Lidveränderungen kann auch ein operativer Eingriff infrage kommen.

Autor: Nina Peterz

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