Warum tun Pickel weh?

Meist ist eine übermäßige Talg- oder Fettproduktion schuld, dass die Poren verstopften und Pickel entstehen. Entzünden sich die Mitesser, können – wie bei jeder anderen Entzündung auch – Schmerzen die Folge sein.

Die Entzündungsreaktion läuft wie folgend ab:

Die vermehrte Ausschüttung von männlichen Sexualhormonen (Androgenen) z.B. während der Pubertät stimuliert die Talgdrüsen dazu, verstärkt Talg zu produzieren. Das Talgdrüsensekret staut sich dann mitunter zu einem Hornpfropf auf – es entstehen Mitesser. Das aufgestaute Talgdrüsensekret bildet einen idealen Nährboden für Bakterien (z.B. Propionibacterium acnes), welche sich rasch vermehren und entzündliche Prozesse in Gang setzten. Die Folge: Aus den schmerzlosen kleinen Mitessern bilden sich schmerzhafte Verdickungen wie Papeln oder eitrige Pusteln, die angeschwollen und gerötet sind. Sie können auch jucken und sind meist sehr druckempfindlich.

Unsere 10 wichtigsten Tipps gegen Akne

weiterlesen...

Bei stärkeren Entzündungen kann es sogar zu einem Anschwellen der Lymphknoten kommen. Außerdem sind Kopfschmerzen und Fieber möglich. In besonders schweren Fällen kann durch Akne sogar eine Sepsis, also eine Blutvergiftung, verursacht werden. Das ist zwar extrem selten, aber bei beginnenden Allgemeinsymptomen wie Fieber im Zusammenhang mit einem stark entzündeten Pickel ist der Gang zu einem Arzt in jedem Fall ratsam.

Welche Pickel tun am meisten weh?

Pickel, die unter der Haut liegen, sind zwar wesentlich unauffälliger als äußere Mitesser. Meist werden sogenannte unterirdische Pickel jedoch wesentlich unangenehmer empfunden, da sie viel öfter Schmerzen auslösen. Außerdem sind sie schwerer zu entfernen: Ein "Ausdrücken" ist bei tiefsitzenden Pickeln erstens kaum möglich, zweitens nicht empfehlenswert, weil dabei die Gefahr einer Ausbreitung der Entzündung in das umliegende Gewebe besteht.

Autorin: Nina Peterz

Anzeigen