Was sind unterirdische Pickel?

Pickel ist nicht gleich Pickel. Neben den "klassischen" Mitessern und Pickeln auf der Hautoberfläche können die kleinen Übeltäter auch unter der Hautoberfläche entstehen. Diese meist tastbaren Knubbel unter der Haut werden im medizinischen Fachjargon Papeln genannt. Sie können hart oder weich, rötlich und geschwollen oder aber auch kaum sichtbar sein.

Schmerzhafte Entzündungen möglich

Sehr häufig treten unterirdische Pickel im Gesicht, an Rücken und Schultern sowie am Dekolleté auf. In vielen Fällen verschwinden die Papeln nach einiger Zeit von alleine. Entzünden sich die Pusteln allerdings, können sie starke Schmerzen verursachen. Aufgrund der Entzündung wird das umliegende Gewebe an dieser Stelle rot und schwillt an. Vor allem im Gesicht können unterirdische Pickel sehr schmerzhaft werden.

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Eindringlinge sind Staphylokokken

Ursache für die Bildung von Papeln sind meist Bakterien aus dem Stamm Staphylococcus aureus. Diese Bakterien sind sehr häufig und meist harmlos. Auch auf der gesunden Haut sind sie oft vorhanden, ohne dass wir davon irgendeine Notiz nehmen.

Ist die Haut jedoch verletzt, kann das Bakterium in die Haut eindringen und zusammen mit den abgestorbenen Hautpartikeln, Talgresten und Schweiß Infektionen auslösen. Ist das Immunsystem aus irgendwelchen Gründen geschwächt, passiert das eher. Auch psychischer Stress kann die Entstehung von Pickeln auf und unter der Haut begünstigen.

Normalerweise heilen solche unterirdischen Pickel von allein wieder ab. Selten kann sich aus der Papel aber auch ein noch größerer Entzündungsherd entwickeln. Dann wird aus dem Pickel im Extremfall ein Abszess. Wenn die Schwellung also immer größer und schmerzhafter wird und womöglich noch weitere Krankheitszeichen (z.B. Fieber) auftreten, ist ein Arztbeuch dringend zu empfehlen.

Autoren: Nina Peterz & Dr. med. Jörg Zorn

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