Wie wirkt ein Narbenpflaster?

Narbenpflaster bestehen aus einem speziellen Material, das atmungsaktiv und wasserdampfdurchlässig ist. Dadurch wird ein Hautklima im Narbenbereich geschaffen, das die Stoffwechselprozesse anregt und die Neubildung der Hautzellen fördert.

Zudem üben Narbenpflaster einen leichten Druck auf die Wunde aus. So wird das Gewebe unter dem Pflaster geschmeidig gehalten und umstrukturiert. Die Narben werden in der Regel flacher, heller und elastischer.

Da Narbenpflaster vor einer überschießenden Narbenbildung schützen, werden sie hauptsächlich zur Behandlung hypertropher Narben (also überschießender, wulstiger Narben) verwendet. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie selbst bei alten Narben Wirkung zeigen: Unschöne Narben lassen sich mit dem Pflaster aufhellen, überschießendes Narbengewebe bildet sich zurück. Bei nach innen gezogenen Narben (atrophe Narben) und bei Keloiden (wuchernden Narben) sind hingegen keine positiven Effekte zu erwarten.

Anwendung

Narbenpflaster werden nach abgeschlossener Wundheilung direkt über die Narbe geklebt. Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, sollten sie dort für mindestens 12 Stunden (längsten aber 24 Stunden!) verbleiben. Eine Behandlung mit Narbenpflastern erfolgt meist über einen längeren Zeitraum (ca. zwei bis drei Monate). Da sie keinerlei pharmazeutische Wirkstoffe enthalten und keine Nebenwirkungen bekannt sind, sind sie in der Regel gut für Personen mit Allergien, für Schwangere sowie Kinder und Personen, die generell eine empfindlichere Haut haben, geeignet.

Autorin: Nina Peterz

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