Was kann man gegen juckende Narben tun?

Juckende Narben können ein Zeichen dafür sein, dass sich die Wunde im Heilungsprozess befindet. Auf gar keinen Fall sollte man dem Juckreiz nachgeben und an der Narbe kratzen – denn das lindert den Juckreiz nur vorübergehend.

Zudem können durch das Aufreißen der Narbe Bakterien in die Wunde eindringen und Entzündungen auslösen.

Bei starkem Juckreiz kann man die Narbe auch mit einem Pflaster abdecken, um zu verhindern, dass man sich versehentlich kratzt.

Ein gutes Mittel gegen juckende Narben ist, die Wunde gut zu kühlen. Kühlkompressen können zum Beispiel auf die juckenden Hautbereiche aufgetragen werden. Zudem kann man durch das Tragen lockerer Kleidung vermeiden, dass der Stoff auf der empfindlichen Narbe kratzt.

Eine weitere Möglichkeit den Juckreiz zu lindern ist, das verletzte Gewebe mit Narbengel zu massieren. Denn meist ist eine trockene Haut Hauptursache für das unangenehme Gefühl. Ein wirkstoffhaltiges Narbengel ist zum Beispiel Contractubex. Es wirkt feuchtigkeitsspendend und beugt einer überschüssigen Narbenbildung vor. Besonders bewährt haben sich außerdem Gel-Kombinationen mit den Wirkstoffen Zwiebelextrakt, Heparin und Allantoin oder Dexpanthenol. Zudem können Cremes (z. B: Kelofibrase) die Heparin, Campher und Harnstoff enthalten, gegen den Juckreiz helfen.

Ein weiteres wirksames Mittel ist die feuchtigkeitsregulierende Gel-Creme „Alhydran Narbencreme“. Sie wird oftmals in Verbrennungszentren und Krankenhäusern verwendet. Zudem können Silikongele oder Silikongelfolien auf das Narbengewebe aufgetragen werden. Silikonpräparate führen dem Narbengewebe Wasser zu (wirken hydrierend) und helfen die Kollagenproduktion zu hemmen.

Autorin: Nina Peterz

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