Warum jucken oder schmerzen Narben häufig bei Wetterumschwung?

Das Phänomen „Wetterfühligkeit“ ist zwar vielen bekannt, die genaue Ursache jedoch bisher ungeklärt.

Ein Temperatursturz oder ein kräftiges Gewitter zum Beispiel kann sich schon Tage zuvor durch ein unangenehmes Kribbeln oder Jucken im Narbenbereich äußern.

Als Hauptauslöser gelten Luftdruckschwankungen. Fällt der Druck in der Atmosphäre, ändern sich Puls und Blutdruck, das vegetative Nervensystem wird gereizt, der Hormonhaushalt kann plötzlich durcheinandergeraten, und sogar das Immunsystem wird beeinflusst.

Das Wetter wirkt sich allerdings nicht auf jeden Menschen gleich aus. Auffallend ist, dass besonders ältere, kranke oder sensible Menschen sehr empfindlich auf Wetterveränderungen reagieren.

Veränderte Nervenfasern

Dass Narben plötzlich Beschwerden verursachen, kann ferner auch daran liegen, dass die geschädigten Nervenfasern in der Haut nach einer Verletzung anders verlaufen als zuvor. Zudem können die Nervenfasern durch das nachwachsende Bindegewebe der Narbe beeinträchtigt sein.

Außerdem könnte eine weitere dafür Ursache sein, dass unser Körper die Fähigkeit verlernt hat, sich schnell genug auf die neuen Wetterbedingungen einzustellen.

Damit der Köper weniger empfindlich auf Wetterumschwünge reagiert kann es helfen den Organismus zu trainieren, zum Beispiel durch Wechselduschen und/oder regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Gegen den Juckreiz wiederum können wirkstoffhaltige Narbengele (z.B. Contractubex) oder kühle Umschläge helfen.

Autorin: Nina Peterz

Anzeigen