Kann man Narben "wegmassieren"?

Massagen in Form von kreisenden Bewegungen bewirken eine starke Durchblutung im Narbengebiet und können Verklebungen im Bindegewebe auflockern bzw. auflösen.

Dies wiederum bewirkt, dass die Narbenhaut nicht austrocknet und elastisch bleibt. Die Narbe kann besser verheilen. Im besten Fall wird die Narbe mit der Zeit blass, weich und flach.

Zum Massieren sollten spezielle Narbensalben (wie z. B. Contractubex-Gel) verwendet werden. Cremes oder Gelkombinationen mit den Wirkstoffen Allantoin, Dexpanthenol, Heparin, Zwiebelextrakt oder Harnstoff machen das Gewebe weich und geschmeidig. Um die Narbenbildung zu verringern, können auch spezielle Heilsalben eingesetzt werden, die ionisierte Spurenelemente und Elektrolyte enthalten (z. B: Nawa® Elektrolyt-Salbe).

Mit dem Einmassieren der Narbensalbe sollte begonnen werden, sobald sich die Wunde geschlossen hat (etwa zwei bis drei Wochen nach einer Operation). Folgendes ist dabei zu beachten, damit die Salbe besser in das Gewebeinnere eindringen kann.

  • Die Salbe oder das Gel sollte mehrmals täglich (ca. ein- bis dreimal) auf die Narbe aufgetragen und einmassiert werden.
  • Wichtig beim Einmassieren ist nur leichten Druck auszuüben und die Narben mindestens fünf Minuten lang zu bearbeiten.
  • Mit dem Massieren sollte man immer von innen (der Narbenmitte) nach außen beginnen. Außerdem ist es wichtig, die Narbe nicht quer, sondern nur in ihrem Längsverlauf zu massieren.
  • Die Narbenpflege sollte konsequent über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten erfolgen. Denn je regelmäßiger und langfristiger die Narbe mit Narbenbalsam einmassiert wird, umso größer ist die Chance auf Erfolg! Erste Ergebnisse sollten nach ca. drei Monaten sichtbar sein.

Übrigens

Spezielle Narbensalben und -cremes sind auch bei älteren Narben wirksam und können bewirken, dass die Narbe optisch unauffälliger wird. Zudem empfiehlt sich bei älteren oder verhärteten Narben, zusätzlich einen Salbenverband über Nacht anzulegen.

Autorin: Nina Peterz

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