Ist ein Narbenbruch gefährlich?

Wenn er behandelt wird und rechtzeitig eine Operation erfolgt, dann nicht. Ein Narbenbruch kann nur dann gefährlich werden, wenn er nicht operiert wird und sich immer weiter ausdehnt.

Neben Schmerzen und Verdauungsproblemen kann es leicht zu einer Einklemmung von Darmteilen kommen. In Folge können diese nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden - ein lebensgefährlicher Darmverschluss droht. Ein eingeklemmter Narbenbruch stellt immer eine große Gefahr dar und muss sofort operiert werden.

Muss man nach einer Narbenbruch-OP mit Komplikationen rechnen?

Nach einer Narbenbruch-OP kann es zu Wundinfektionen, Serombildung (Ansammlungen von Körperflüssigkeiten in Hohlräumen des Wundbereichs) und Hämatomen (Bluterguss) kommen. Vor allem bei der Verwendung eines Kunststoffnetzes treten Hämatome und Serome relativ häufig auf. In der Regel verschwindet die Flüssigkeitsansammlung aber nach ca. 2 bis 6 Wochen wieder von selbst oder kann auch über eine Punktion entfernt werden.

Gelegentlich kann es im Bereich der Naht zu Verhärtungen kommen. Oft kann auch ein Taubheitsgefühl (Missempfindung bis zu Nervenschmerzen) auftreten, das in der Regel aber wieder zurückgeht. Zudem kann es nach der Operation zu Bewegungseinschränkungen und Bauchschmerzen kommen. Außerdem ist das Risiko, dass ein erneuter Bruch entsteht, groß und kann nie vollständig ausgeschlossen werden. Weitere Spätkomplikationen können sein: Netzwanderungen, Darmwandverletzungen (Darmarrosion) oder Darmfisteln.

Autorin: Nina Peterz

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