Wodurch entstehen eingesunkene (atrophe) Narben?

Atrophe Narben sind meist das Ergebnis schlecht heilender Wunden. Sie entstehen, wenn bei der Wundheilung zu wenige Bindegewebsfasern hergestellt werden.

Die Wunde ist zwar geschlossen aber um sie auszufüllen, ist insgesamt zu wenig Gewebe vorhanden. In der Folge entstehen eingesunkene Narben, die tiefer liegen als die Haut, die sie umgibt.

Atrophe Narben sind meist flach und breit. Häufig treten sie auch in Form kleiner eingesunkenen Grübchen auf, als Folge einer Windpocken-Infektion oder schwerer Akne (sog. Akne conglobata).

Akne conglobata ist die schwerste Form der Akne vulgaris (auch „gewöhnliche Akne“). Bei dieser Erkrankung kommt es zu äußerst schmerzhaften Entzündungen. Aus den Mitessern bilden sich eitrige Knoten, die bis in die Unterhaut reichen können. Im Verlauf der Erkrankung entstehen häufig Fistelgänge, über die der Eiter abfließen kann. Während dem Heilungsprozess der entzündeten Knoten kommt es sehr oft zur Bildung atropher Narben.

Was hilft bei eingesunkenen Narben?

Atrophe Narben lassen sich zum Beispiel durch eine Dermabrasion verschönern – eine Art „operatives Peeling“, bei der die scharf abfallenden Narbenränder mittels hochtouriger Schleifgeräte abgeschliffen werden, sodass der Übergang gleichmäßiger wird.

Zudem können atrophe Narben durch eine Narbenunterspritzung z. B. mit Kollagen, Hyaluronsäure oder Eigenfett aufgefüllt werden. Die Behandlung muss allerdings immer wieder aufgefrischt werden, da diese Füllsubstanzen vom Körper abgebaut werden kann und die Narben allmählich wieder einsinken.

Autorin: Nina Peterz

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