Wie kann man einer verstärkten Narbenbildung vorbeugen?

Folgende Maßnahmen lassen sich zur Vorbeugung einer verstärkten Narbenbildung ergreifen:

  • Sorgfältige Wundversorgung
    Die Bildung auffälliger Narben lässt sich durch eine sorgfältige Wundversorgung vorbeugen. Die Wunde sollte durch einen sterilen Verband zum Schutz vor Verschmutzungen (Wundinfektionen) geschützt werden.
  • Kein UV-Licht
    Frische Narben sollten nach der Operation mindestens ein halbes Jahr lang vor der Sonne (gilt auch für UV-Licht in Solarien) geschützt werden. Denn durch die Sonnenstrahlen kann es zu einer Pigmentverschiebung im Wundbereich kommen. Das heißt, die Narbe kann sich dauerhaft heller oder dunkler färben. Zudem sollte eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf die vernarbte Haut aufgetragen werden.
  • Narbensalben
    Um eine Verhärtung des nachwachsenden Bindegewebes vorzubeugen und, um die Narbe elastischer und weicher zu machen, sollten rückfettende Hautpflegepräparate (also Salben und Cremes, die der Haut viel Feuchtigkeit zuführen), auf die betroffenen Hautareale einmassiert werden. Kombinationspräparate, die pflanzliche Öle enthalten und zusätzliche Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Zwiebelextrakt oder Harnstoff beinhalten, haben sich besonders bewährt.
  • Narben- und Silikonpflaster
    Bei Menschen mit einem erhöhten Narbenbildungsrisiko (oder bei ersten Anzeichen für eine auffällige Narbenbildung) kann zudem ein Narbenpflaster oder eine Silikongel-Folie auf die Wunde aufgeklebt werden. Die Behandlung mit dem Narbenpflaster sollte mindestens zwei Monate lang erfolgen.
  • Ordnungsgemäße Schnittführung
    Wie stark Narben später zu sehen sind, hängt auch von der Operationstechnik ab. Der Arzt sollte darauf achten, dass die Schnittführung möglichst parallel zu den Hautspannungslinien erfolgt. Zudem sollten die Schnitte möglichst gewebeschonend angesetzt werden. Um eine Narbenverbreiterung zu vermeiden, ist es außerdem wichtig, die Wunde möglichst spannungsfrei zu vernähen.

Autorin: Nina Peterz

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