Was sind Milien?

Milien, auch Grießkörner genannt, sind kleine Zysten, die direkt unter der Haut liegen. Sie bilden sich an den Talgdrüsenausgängen und können sich schnell vermehren. Meist treten sie einzeln oder zu Gruppen im Gesicht auf.

Prinzipiell können sie aber am ganzen Körper vorkommen. Die beige-gelblichen Knötchen bestehen aus einer Mischung aus Talg und Keratin (Hornmaterial). Das erklärt, warum Grießkörner so hart sind und mit der Zeit oft immer härter werden. Milien können in jedem Alter auftreten. Auch Kleinkinder oder Säuglinge können davon betroffen sein. Am häufigsten jedoch treten die weißen Pickelchen bei jungen Frauen auf.

Milien sind nicht ansteckend und stellen an sich keine Krankheit dar. Sie entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen unter der Oberfläche der Haut eingeschlossen werden, was zu den kleinen Zysten führt. Die genaue Ursache für Milien ist jedoch nicht bekannt. Mediziner vermuten, dass eine erbliche Veranlagung eine ursächliche Rolle spielen könnte. Da vor allem Frauen Milien bekommen, könnten auch Hormone einen Einfluss auf deren Entstehung besitzen. Darüber hinaus werden Hautschäden als weitere Auslöser diskutiert.

Nicht gefährlich aber nervig

Während sich Milien bei Neugeborenen in der Regel von selbst wieder zurückbilden, bleiben sie bei Kindern und Erwachsenen eher bestehen. Zwar gibt es keinen medizinischen Grund sie zu entfernen. Da Milien aber häufig an den Wangen, den Schläfen und unter den Augen auftreten, stellen sie für die Betroffenen meist ein kosmetisches Problem dar.

Um Milien wieder loszuwerden, werden die Zysten mit einem kleinen Messer angeritzt und ausgedrückt. Wichtig: Der Vorgang sollte von einer erfahrenen Kosmetikerin oder einem Dermatologen durchgeführt werden. Denn besonders im Augenbereich ist die Gefahr groß, dass Narben zurückbleiben.

Autor: Nina Peterz

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