Wie entfernt man Milien oder Grießkörner?

Milien lassen sich nicht einfach wie ein Mitesser ausdrücken. Dafür sind sie zu hart und verkapselt. Um sie loszuwerden, müssen sie mit einem winzigen Schnitt geöffnet werden. Anschließend drückt man das Keratin-Körnchen heraus.

Der Eingriff sollte am besten von einer Kosmetikerin oder einem Dermatologen durchgeführt werden. Wer nämlich versucht die kleinen Pickelchen auf eigene Faust zu entfernen, muss mit Entzündungen und Narben rechnen.

Zudem ist es wichtig, die kleinen Zysten vollständig auszudrücken. Bleiben nämlich Reste in der Kapsel zurück, besteht die Gefahr, dass die Grießkörner wiederkommen. Außerdem verfügt der Hautarzt (oder die Kosmetikerin) über spezielle Instrumente, mit der die Milien professionell und ohne hässliche Narben entfernt werden können.

Zum Aufschneiden der Grießkörner wird meist eine scharfe Kanüle oder ein kleines Skalpell (Lanzette) verwendet. Anschließend wird die Zyste komplett aus der Haut herausgeschält. Beim Aufschneiden der Zyste entsteht zwar immer eine kleine Wunde, diese heilt aber in der Regel relativ rasch und ohne Narbe wieder ab. Bei der Kosmetikerin kostet die Milienentfernung mittels Lanzette etwa zehn Euro pro Stück. Beim Dermatologen werden bis zu 20 Euro pro Zyste verrechnet.

Wichtig: Milien, die rund ums Auge auftreten oder auf dem Augenlid gewachsen sind, sollte man wenn möglich immer von einem Dermatologen entfernen lassen. Denn die Haut um die Augen ist besonders dünn und empfindlich. Zudem kann der Hautarzt sicher feststellen, ob es sich tatsächlich um Milien handelt oder nicht etwa um eine andere Hautkrankheit.

Laserbehandlung von Milien

Milien können auch durch eine Laserbehandlung (Erbium-Laser) entfernt werden. Da Milien nicht als Krankheit gelten, sondern lediglich ein kosmetisches Problem darstellen, müssen die Kosten (etwa 80 Euro pro Eingriff) für die Behandlung vom Patienten selbst übernommen werden.

Autor: Nina Peterz

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