Kann ein Lupus erythematodes der Haut auch später noch auf die inneren Organe übergreifen?

Ja, das ist leider nicht auszuschließen – kommt aber nur in sehr seltenen Fällen vor. Der kutane Lupus erythematodes (= Hautlupus) verläuft chronisch.

Das bedeutet, dass die Symptome der Erkrankung auch nach längeren Ruhephasen immer wieder auftauchen können.

Der Hautlupus befällt im Allgemeinen nur die Haut - im Verlauf der Erkrankung ist es allerdings möglich, dass der Hautlupus auch innere Organe in Mitleidenschaft zieht. Das ist allerdings nur sehr selten der Fall. Experten schätzen, dass der Hautlupus bei etwa fünf bis zehn Prozent der Betroffenen auch später noch auf die inneren Organe übergreifen kann und in einen sogenannten systemischen Lupus erythematodes übergeht.

Risikofaktoren meiden

Der Hautlupus tritt meist schubweise auf. Bestimmte Faktoren (Umweltreize) können Krankheitsschübe auslösen oder im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Hautlupus in einen systemischen Lupus übergeht. Um solche Schübe zu vermeiden sollten Patienten die Sonne oder andersartiges UV-Licht meiden.

Da ein systemischer Lupus auch durch das Trinken von Alkohol oder durchs Rauchen ausgelöst werden kann, sollten Lupus-Patienten darauf verzichten.

Wichtig

Der kutane Lupus erythematodes ist nicht heilbar, sondern nur behandelbar. Lupus-Betroffene sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Überwachung wahrnehmen. Zudem gilt es, möglichen Risikofaktoren aus dem Weg zu gehen.

Autorin: Nina Peterz

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