Darf man mit Lupus erythematodes gar nicht mehr an die Sonne?

Lupus erythematodes Patienten sollten die Sonne meiden, da sie unter einer Sonnen-Überempfindlichkeit leiden.

Bereits geringe Mengen UV-Licht reichen aus, um das Gewebe zu schädigen und die Krankheit auszulösen oder zu verschlimmern. Das gilt sowohl für die natürliche UV-Strahlung als auch für künstliche Lichtquellen.

Ein Besuch im Solarium ist generell verboten. Denn sowohl UVB als auch UVA-Licht kann bei den Betroffenen Hautrötungen auslösen. In seltenen Fällen können die Sonnenstrahlen sogar dazu führen, dass ein Haut-Lupus in den gefährlichen (systemischen) Lupus übergeht. Sonne gilt sozusagen als wichtigster Trigger Faktor bei dieser Autoimmunerkrankung. Das ist auch Grund dafür, warum ein Lupus oft nach dem Urlaub auftritt oder sich die Symptome verstärkt zeigen.

Sonnenschutz

Lupus erythematodes Patienten sollten nicht nur die Sonne meiden (vor allem zwischen 11 bis 15 Uhr) sondern ihre Haut ganzjährig vor der UV-Strahlung schützen. Wichtig dabei ist auch an unbedeckten Körperstellen einen hochwirksamen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (Lichtschutzfaktor 50 +, am besten mit chemischem UV-A- und UV-B-Filter) aufzutragen. Beim Spazierengehen empfiehlt sich außerdem das Tragen von Hüten. Zudem sollte man generell Acht auf eine schützende Kleidung geben.

Da auch die Fensterscheiben (im Auto, zu Hause) UV-A-Strahlen durchlassen, sollten Betroffene in Erwägung ziehen, eventuelle die Fenster mit dunkler Folie abzukleben. Wichtig ist es auch Reflexionsflächen (wie Wasser, Schnee, Sand) zu beachten.

Außerdem sollten keine Medikamente eingenommen werden, die die Lichtempfindlichkeit der Haut zusätzlich steigern (sog. Photosensibilisierende Medikamente). Denn je nach Wirkstoff können sie unterschiedliche Beschwerden (wie Sonnenbrand, Blasenbildung, verstärkte Pigmentierung) hervorrufen. Wichtig: Auch viele andere Substanzen aus Wirkstoffgruppen wie Antiarrhythmika, Antibiotika, Antidepressiva, Antipsychotika oder Antimalaria-Mittel können photosensibilisierend wirken.

Autorin: Nina Peterz

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