Lupus erythematodes: Wie groß ist die Gefahr, dass nicht nur die Haut betroffen ist?

Prinzipiell kann sich der kutane Lupus erythematodes (Hautlupus) auf das gesamte Organsystem auswirken.

Der kutane LE geht dann in einen systemischen LE über. Dieser Fall tritt allerdings nur selten ein.

Der Hautlupus kann in verschiedene Untertypen eingeteilt werden:

  • ACLE: Akut kutaner Lupus erythematodes
  • SCLE: Subakut kutaner Lupus erythematodes
  • CCLE: Chronisch kutaner Lupus erythematodes
  • DLE: Diskoider Lupus erythematodes
  • LEP: Lupus erythematodes profundus
  • CHLE: Chilblain-Lupus erythematodes
  • ICLE: Intermittierender kutaner Lupus erythematodes

Je nach Untertyp ist die Gefahr mehr oder weniger groß, dass sich daraus ein systemischer Lupus entwickelt.

Während der akut kutane LE (ACLE) beispielsweise, fast immer in einen systemischen LE übergeht - in vielen Fällen kündigt er einen systemischen LE an oder tritt als dessen Begleitsymptom auf – werden beim subakuten LE (SCLE) in nur etwa 10 bis 15 Prozent auch die inneren Organe in Mitleidenschaft gezogen.

Der diskoide LE (DLE) – die Unterform, die am häufigsten auftritt - geht in weniger als 5 Prozent in einen systemischen Lupus über. Bei den übrigen Untertypen sind es sogar noch weniger als 5 Prozent. Die Gefahr, dass ein Hautlupus in einen systemischen übergeht, ist, wie man sieht relativ gering. Sie kann aber grundsätzlich nie ausgeschlossen werden.

Autorin: Nina Peterz

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