Was ist die Schmetterlingskrankheit (Lupus erythematodes)?

Lupus erythematodes (LE) ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem irrtümlich körpereigene gesunde Zellen bekämpft.

Die Krankheit verläuft meist schubartig und kann verschiedene Formen annehmen.

Die zwei Hauptformen sind Hautlupus (sog. kutaner Lupus erythematodes (CLE)) und systemischer Lupus erythematodes (SLE) – bei dem auch Organsysteme (innere Organe) betroffen sind.

Hautlupus (CLE)

Der kutane LE ist auf die Haut und das Unterhautfettgewebe begrenzt. Eine schwächere Unterform des Hautlupus ist der chronisch diskoide Lupus (CDLE), der sich ebenfalls auf Hautveränderungen beschränkt und am häufigsten verbreitet ist. Oft treten verschiedene Untertypen aber auch miteinander kombiniert auf. Ein typisches Symptom ist das sogenannte "Schmetterlingserythem". Dabei treten bis zu vier Zentimeter große, schmetterlingsförmige Hautrötungen auf, die symmetrisch angeordnet und leicht schuppig sind.

Systemischer Lupus (SLE)

Der systemischen Lupus ist eine sehr gefährliche Form des LE, bei dem zahlreiche innere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden können. Je nach Organ, das von der Autoimmunerkrankung betroffen ist, treten unterschiedliche Beschwerden auf. Unter anderem können Nierenentzündungen, Rippenfell- oder Brustfellentzündungen, Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellungen entstehen und ein allgemeines Krankheitsgefühl einsetzen. Die typischen Schmetterlingserytheme können aber müssen nicht auftreten.

Frauen sind meist häufiger von einem systemischen Lupus betroffen als Männer. Rund 90% aller SLE-Patienten sind weiblich. Zudem entwickelt sich Lupus oft während oder nach einer Schwangerschaft. Auch die Einnahme der "Pille" kann die Erkrankung fördern.

Autorin: Nina Peterz

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