Wie wird der systemische Lupus erythematodes behandelt?

Zur Behandlung eines systemische Lupus erythematodes können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen.

Welches Medikament für einen Patienten infrage kommt, hängt davon ab, welche Organe von der Erkrankung betroffen sind und wie schwer. Zudem muss darauf geachtet werden, wie aktiv die Entzündung gerade ist.

Wichtig

Anhand der Medikamente kann nur versucht werden gegen die Beschwerden der Betroffenen anzukämpfen. Die Ursache der Erkrankung kann damit aber nicht geheilt werden.

Folgende Medikamente können bei systemischen Lupus erythematodes verschrieben werden:

Antimalariamittel
Können bei leichten Formen des systemischen LE (Beschwerden beschränken sich hauptsächlich auf Haut und Gelenke) verschrieben werden. Hydroxychloroquin und Chloroquin sind die Medikamente der ersten Wahl. Chloroquin eignet sich zudem als Alternative zu Kortison bei leichtem Krankheitsverlauf.

Schmerzmittel
Bei leichter Form können nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingenommen werden. Sie wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und fiebersenkend. Zudem verhindern sie das Verklumpen der Blutplättchen.

Glukokortikoide
Kortison-Präparate (z. B. Lodotra) kommen bei akuten Entzündungsschüben zum Einsatz. Sie werden oft in hoher Dosierung über einen kurzen Zeitraum verabreicht (Stoßtherapie oder Pulstherapie). Diese Akuttherapie führt im Allgemeinen rasch zur Besserung.

Immunsuppressiva
Werden eingenommen, um die Aktivität des Immunsystems zu verringern. Beispiele sind Azathioprin und Cyclosporin. Cyclophosphamid wird meist nur bei akuten, lebensbedrohlichen Verläufen oder schwerer Nierenbeteiligung verabreicht.

Biologika
Dabei handelt es sich um vollkommen neuartige Medikamente. Künstlich hergestellte Antikörper (Belimumab) sind dazu in der Lage einen Teil der Immunzellen zu hemmen, wodurch sie die Beschwerden verbessern.

Physikalische Therapien

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können verschiedene physikalische Anwendungen (wie Kälteanwendungen bei geschwollenen, schmerzenden Gelenken oder Atemtherapie bei Atembeschwerden) die Therapie unterstützen. Außerdem sollten Betroffene das Sonnenlicht meiden. Denn bereits eine geringe Dosis UV-Licht kann einen Entzündungsschub auslösen.

Autorin: Nina Peterz

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