Wie wird der Lupus erythematodes der Haut behandelt?

Es gibt mehrere verschiedene Medikamente bzw. Wirkstoffgruppen, die gegen den Lupus erythematodes der Haut eingesetzt werden.

Ergänzt wird die Behandlung immer durch einen konsequenten Sonnenschutz im Alltag, da die Erkrankung durch Sonnenlicht verstärkt werden kann.

Kortison Präparate

Bei leichten Beschwerden können kortisonhaltige Cremes (Glukokortikoid) oder Salben auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Treten zusätzlich zu den Hautveränderungen auch Gelenksschmerzen auf, können Tabletten (z. B. Lodotra) (oder event. Infusionen) mit Kortison eingenommen werden.

Zudem werden Kortison Präparate meist zur Behandlung unschöner Narben verschrieben. In Ausnahmefällen werden Medikamente mit immunmodulierender Wirkung (sog. immunmodulierende Präparate) verabreicht. Wichtig: Ein spezielles Medikament gegen Hautlupus gibt es nicht. Arzt und Patient müssen gemeinsam besprechen, ob die Einnahme von Medikamenten sinnvoll ist und welche Nebenwirkungen auftreten können.

Antimalariamittel

Bei starken Hautveränderungen oder wenn Kortison-Präparate nicht wirken, können Medikamente, die ursprünglich gegen Malaria entwickelt wurden (z. B. Chloroquin, Hydroxychloroquin), verschrieben werden. Eine Behandlung mit Antimalariamittel erweist sich meist als sehr erfolgreich. In rund 75 Prozent aller Fälle verbessern sich die Hautveränderungen nach sechs- bis achtwöchiger Einnahme oder klingen sogar ganz ab. In diesem Fall können die Medikamente abgesetzt werden. Treten die Beschwerden wieder auf, muss die Behandlung fortgesetzt werden.

Achtung: Eine Behandlung mit Antimalariamittel kann in seltenen Fällen zu Veränderungen des Augenhintergrundes führen. Um sicher zu sein, dass das Medikament gut vertragen wird, sollte der Patient eine augenärztliche Untersuchung (am besten vor und während der Therapie) durchführen lassen.

Vitamin A-Säure

Wenn Antimalariamittel nicht oder nicht ausreichend ansprechen, können Präparate mit Vitamin A-Säure (Retinoide) oder Thalidomid eingenommen werden. Für die Behandlung mit diesen Wirkstoffen sind allerdings besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig.

Autorin: Nina Peterz

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