Hühneraugen bei Kindern: Was ist dann besonders wichtig?

Besondere Vorsicht ist bei Kindern mit Hühneraugen geboten. Vorsicht in Bezug auf die Behandlung, Vorsicht aber auch in Bezug auf die Ursache. Die Frage ist auch zunächst immer, ob sich hinter der Hornhautschwiele wirklich ein Hühnerauge verbirgt oder ob es sich nicht um eine Warze handelt? Das sollte aber der Kinderarzt beantworten.

Kinder haben eine zarte Haut ohne ausgeprägte Hornhautbildung. Aus diesem Grund kann sich ein Hühnerauge fast nur durch falsches Schuhwerk entwickeln.

Mehr zu Warzen und anderen Haut- und Fußproblemen bei Kindern finden Sie hier.

Typische Auslöser von Hühneraugen bei Kindern

  • zu enge Schuhe
  • Steinchen im Schuh

  • aufgeweichte Einlegesohle

  • kaputtes Innenfutter im Schuh

  • Löcher im Schuh

  • Knötchen an den Strümpfen

Keine Experimente!

Kinder sind unempfindlicher als Erwachsene und bemerken erst dann einen schmerzhaften Druck, wenn ein Hühnerauge ausgeprägt ist. Das heißt also: Ab und zu mal die Füße inspizieren ist nie verkehrt.

Mit der zarten Kinderhaut darf nicht experimentiert werden. Also bitte keine Selbstbehandlung mit Hausmitteln, auch keine Hühneraugenpflaster oder Tinkturen. Das sind aggressive Maßnahmen, die mehr Schaden anrichten als dass sie nützen und dem Kind zudem Schmerzen zufügen.

Bei Verdacht auf ein Hühnerauge gehen Sie mit Ihrem Kind am besten zum Kinderarzt oder direkt zu einem Podologen, um das Hühnerauge zu inspizieren und ggf. schmerzfrei zu entfernen.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

Anzeigen