Was ist Fußpilz?

Fußpilz (Tinea pedis) ist eine chronisch verlaufende Hautpilzerkrankung (Dermatomykose) der Füße, die meistens von einem Erreger namens „Trichophyton rubrum“ verursacht wird.

Abgesehen von diesem und anderen Fadenpilzen, können aber manchmal auch Hefe- oder Schimmelpilze für die Erkrankung verantwortlich sein. Betroffen sind vor allem die Zehenzwischenräume oder die Fußsohlen, in schweren Fällen kann auch der Fußrücken infiziert sein.

Fußpilz ist eine häufige Erkrankung

Schätzungsweise sind in etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland betroffen. Infizieren kann man sich, wenn entweder die Haut geschädigt ist oder das Immunsystem geschwächt ist und man mit dem Erreger in Kontakt kommt. Dann dringen die Zellfäden (Hyphen) der Pilzsporen in die Hornschicht der Haut ein, um sich dort zu vermehren. Das progressive Wachstum in die tieferen Bereiche der Oberhaut aktiviert das Immunsystem, was den Pilz bekämpft. Diese Immunreaktion kann als Entzündung und Juckreiz wahrgenommen werden. Die Infektion bewirkt auch, dass sich die Hornhaut schneller erneuert, was zu einer Verdickung und vermehrter Schuppung führt. In diesen Hautschuppen können die Sporen außerhalb des Körpers mitunter mehrere Wochen lang überleben und so kann die Pilzinfektion auf andere Personen übertragen werden.

Wird Fußpilz nicht behandelt, so kann er sich in tiefere Hautschichten ausbreiten und es entstehen kleine Risse in der Haut, wodurch es zu weiteren Infektionen kommen kann, zum Beispiel durch Bakterien. Fußpilz kann auch Hautareale außerhalb der Füße befallen. Daher sollten Menschen, die an Fußpilz erkrankt sind, ein separates Handtuch nur für die Füße verwenden. Aber auch eine Infizierung der Fußnägel ist möglich. Eine rasche Behandlung ist also wichtig um sich selbst vor Komplikationen und andere vor Ansteckung zu schützen.

Dr. Anna Pleger

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