Eingewachsener Zehennagel: Wie behandelt der Podologe (Fußpfleger)?

Ein eingewachsener Zehennagel betrifft meistens die Großzehe und kann konservativ in einer podologischen Praxis behandelt werden.

So können Sie sicher sein, das Ihnen schnellstens geholfen wird. Alleine zu Hause ist das kaum möglich. Der Podologe ist darauf geschult und kann mit verschiedenen Maßnahmen den eingewachsenen Nagel entfernen.

So macht sich ein eingewachsener Zehennagel bemerkbar:

Leichter Druck durch den Schuh wird oft ignoriert. Haben Sie des Nachts Schmerzen durch eine aufliegende Bettdecke, wissen Sie das ein eingewachsener Nagel die Ursache sein kann. Im fortgeschritten Stadium, ist ein eingewachsener Zehennagel meistens mit zusätzlichen Beschwerden verbunden.

Durch den erhöhten Druck am seitlichen Rand kann sich Granulationsgewebe (wildes Fleisch) bilden, weiter wuchern und sogar Eiter absondern. Der Druck kann sich bei geschwollenen oder schwitzenden Füßen noch erhöhen und auf das Granulationsgewebe drücken. Eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Alleine können Sie das nicht behandeln.

Was macht der Podologe?

Bei leichten Fällen im Anfangsstadium, kann vorsichtig und ohne Schmerzen der eingewachsene Nagel entfernt werden. Um ein weiteres Einwachsen zu verhindern, kann eine Tamponade in den Nagelpfalz oder unter den Nagel gelegt werden. Ist zu viel Granulationsgewebe (wildes Fleisch) vorhanden, muss dieses entfernt werden, um den Druck auf den Nagel zu nehmen.

Einfach wegschneiden geht nicht. Das Granulationsgewebe muss sich zurückbilden, und zwar schnell.

Dazu gibt es verschieden Tinkturen oder Salben. Bevorzugt wird mit einer Pedilen Tinktur gearbeitet. Pedilen ist ein Wunddesinfektionsmittel mit desinfizierender Wirkung und wird auch bei Entzündungen eingesetzt. Pedilen hat auch eine kleine betäubende Wirkung hat. So wird schmerzfrei am Granulationsgewebe gearbeitet und eingewachsene Nagelteile entfernt. Leichte Blutungen werden mit Pedilen sofort gestoppt.

Nach der Behandlung wird der gesamte Fuß desinfiziert, der Zeh abgepolstert und verbunden. Nach entsprechenden Verhaltensmaßnahmen können Sie beschwerdefrei die Praxis verlassen. Versäumen Sie aber nicht den nächsten Termin.

Autorin: Marianne Válki-Wollrabe Physiotherapeutin

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