Wie behandelt der Arzt eingerissene Mundwinkel?

Die Behandlung von eingerissenen Mundwinkel kann je nach Befund und Diagnose sehr unterschiedlich ausfallen. Folgende Behandlungsmöglichkeiten sind möglich:

  • Fetthaltige Salben und Cremes
    Wenn die eingerissenen Mundwinkel zum ersten Mal auftreten und nicht entzündet sind, kann bereits das Auftragen von speziellen fetthaltigen Salben oder Pasten helfen, die Symptome zu lindern. Das Auftragen von Zinkpaste zum Beispiel hält entsprechende Stellen trocken und verhindert, dass sich Bakterien und andere Erreger weiter ausbreiten.

    Zudem wird empfohlen, fetthaltige Cremes zu verwenden, die der Haut Feuchtigkeit liefern und die Hautzellen feucht halten. Am besten eignen sich reichhaltige Cremes wie etwa Melkfett. Die fettreiche Creme lässt den bakterienreichen Speichel abperlen und verhindert dadurch, dass sich die Mundwinkel entzünden. Ein Lippenpflegestift, der die Lippen geschmeidig hält und verhindert, dass sie nicht weiter einreißen, kann ebenfalls empfohlen werden. Nahrungsergänzungsmittel: Wird ein Nährstoffmangel festgestellt, sollten entsprechende Vitaminpräparate oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Häufig ist ein Mangel an Eisen oder den Vitaminen B2 (Riboflavin) und C Ursache von eingerissenen Mundwinkeln. Wichtig: Mit einer ausgewogenen Ernährung kann man einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel vorbeugen. Zitrusfrüchte sind gute Vitamin C Lieferanten, Vitamin B2 steckt vor allem in Vollkornprodukten, Eier, Fisch und Milchprodukten. Eisen befindet sich reichlich in Fleisch und Hülsenfrüchten (wie Linsen, Bohnen).

  • Medizinische Arzneimittel
    Bei einer Infektion mit Hefepilzen, Herpes-Viren oder Bakterien wird der Arzt medizinische Salben oder Lotionen mit speziellen Wirkstoffen gegen den Krankheitserreger verschreiben. Das können Antibiotika oder Antimykotika (in Form von Tabletten oder Salben) sein.
  • Hyposensibilisierung
    Treten eingerissene Mundwinkel aufgrund einer Allergie auf, ist es wichtig den Auslöser anhand eines Allergietests zu identifizieren. Anschließend sollte der allergieauslösende Stoff dringend gemieden werden. Auch eine Hyposensibilisierung kann durchgeführt werden, bei der sich das Immunsystem durch den regelmäßigen Kontakt mit geringen Dosen der Allergene nach und nach an die Substanzen gewöhnt.

Autorin: Nina Peterz

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