Wie kann ein Atherom (Talgzyste) am Kopf entfernt werden?

Ein Atherom am Kopf wird auf die gleiche Art und Weise entfernt, wie ein Atherom an allen anderen Körperstellen. Der gutartige Weichteiltumor muss mithilfe eines chirurgischen Eingriffs aus der Haut herausgeschnitten werden.

Dabei öffnet der Arzt mithilfe eines speziellen scharfen Instruments den Beutel und schält die Kapsel spindelförmig aus der Haut heraus. Wichtig bei dem Eingriff ist, dass der Arzt das komplette Atherom entfernt. Bleiben nämlich Reste von der Kapsel zurück, entsteht meist an derselben Stelle ein neues Atherom.

Generell gilt: Um ein Atherom zu entfernen, reicht es nicht aus, die Zyste aufzuschneiden (oder auszudrücken) und das Sekret, das sich darin befindet, zu entleeren. Denn der Hohlraum der Kapsel könnte sich erneut mit Talg befüllen und es würde sich nach einiger Zeit ein neues Atherom bilden. Die einzige Möglichkeit um ein Atherom langfristig zu entfernen ist, die gesamte Kapsel aus dem umliegenden Gewebe herauszuschneiden.

Welche Risiken können bei der Operation auftreten?

Der Eingriff bei kleinen und mittelgroßen Atheromen erfolgt meist in örtlicher Betäubung und ist in weniger als einer Stunde überstanden. Mit Komplikationen ist nicht zu rechnen. Nach der Operation wird die Wunde mit ein paar Stichen vernäht. Betroffene brauchen meist ein oder zwei Tage um sich vollständig von dem Eingriff zu erholen. Eine längere Krankmeldung ist in der Regel nicht notwendig. Es sei denn, ein größeres Atherom wurde entfernt. Da die Entfernung eines größeren Atheroms häufig in Vollnarkose durchgeführt wird, ist meist auch mit einer längeren Erholungszeit zu rechnen.

Wichtig: Ein Atherom am Kopf sollte auf keinen Fall selbst mit den Fingern ausgedrückt werden. Dann nämlich könnten Bakterien und Schmutz in die Wunde gelangen und eine bakterielle Entzündung wäre die Folge. Im Inneren der Kapsel kann es zu einem Abszess (Vereiterung) kommen. Durch die Ansammlung von Eiter schwillt das Atherom immer weiter an und verursacht meist schmerzhafte Hautspannungen. Zudem kann es vorkommen, dass das Atherom platzt und sich die Bakterien und der Eiter im gesamten Körper verteilen. Der Eiter kann sogar bis ins Gehirn gelangen und dort schwere Schäden verursachen.

Autorin: Nina Peterz

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