Wann wird ein Atherom aufgestochen?

Ein Atherom wird aufgestochen, wenn es sich entzündet und zu einem Abszess entwickelt hat. Die bakterielle Infektion führt nämlich dazu, dass sich im Inneren des Atheroms immer mehr Eiter ansammelt, sodass die Zyste immer größer und schmerzhafter wird.

Wird der Abszess nicht aufgestochen und der Eiter entfernt, können - besonders bei Atheromen im Kopfbereich - schwerwiegende gesundheitliche Folgen drohen. Die Entzündung kann sich ausweiten und zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.

Im schlimmsten Fall können die Bakterien und der Eiter sogar bis ins Gehirn gelangen und dort große Schäden (eine bakterielle Hirnhautentzündung ist möglich) verursachen. Ein entzündetes Atherom sollte daher immer umgehend von einem Arzt behandelt werden.

Kann man ein Atherom selbst aufstechen?

Ein Atherom sollte auf keinen Fall im Selbstversuch entfernt werden. Wer versucht den Inhalt des Atheroms einfach auszudrücken (oder das Atherom mit einem spitzen Gegenstand aufstechen will) riskiert eine bakterielle Entzündung. Dasselbe gilt natürlich auch für ein bereits infiziertes Atherom. Durch das Aufstechen kann es zu weiteren schweren und äußerst schmerzhaften Entzündungen kommen.

Darüber hinaus sei erwähnt, dass sich ein Atherom durch ein bloßes Entleeren des Sekrets nicht entfernen lässt. Damit es nicht mehr wieder kommt, muss die gesamte Kapsel des Grützbeutels aus dem gesunden Gewebe herausgeschnitten werden. Der Eingriff sollte daher ausschließlich von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden.

Autorin: Nina Peterz

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