Welche Cremes, Salben und Lösungen helfen bei Akne?

Eine Reihe von Cremes, Lotionen und Gele mit verschiedenen Wirkstoffen können zur äußeren Behandlung von Acne vulgaris angewendet werden.

Wichtig ist, dass die Mittel für einige Wochen, manchmal sogar mehrere Monate lang auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden müssen, um wirken zu können und um die Neubildung von Aknepickeln zu verhindern.

Benzoylperoxid

Ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und wird in Form von Gel, Lotion und Creme angeboten. Präparate mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid fördern die Abstoßung der obersten Hornschichten der Haut, wodurch der Talg besser abfließen kann. Die Talgdrüsen verstopfen nicht mehr so leicht. Außerdem wirkt das Mittel antibakteriell.

Antibiotika

Rezeptpflichtige Antibiotika, die äußerlich angewendet werden, können eine entzündliche Akne bessern. Bei nicht entzündlicher Akne sind allerdings nicht wirksam. Eine Behandlung mit Antibiotika muss mindestens drei Wochen, oft aber auch mehrere Monate lang erfolgen. Bei einer Langzeittherapie besteht die Gefahr, dass sich Resistenzen (bedeutet, dass die Bakterien gegen den Wirkstoff unempfindlich werden) bilden.

Retinoide

Sind chemische Substanzen, die dem Vitamin A (Retinol) sehr ähnlich sind. Zu den Wirkstoffen aus der Gruppe der Retinoide gehören u.a. Adapalen, Isotretinoin und Tretinoin. Sie können bei entzündlicher und nicht entzündlicher Akne helfen. Die Wirkstoffe werden als Creme, Gel oder Lösung angewendet und sind rezeptpflichtig. Eine Besserung der Haut wird meist innerhalb einiger Wochen sichtbar.

Azelainsäure

Wirkt antibakteriell und wird gegen die Verhornung der Talgdrüsen eingesetzt. Es kann Akne und Entzündungen lindern.

Salicylsäure

Findet man in vielen kosmetischen Akne-Produkten wie Gesichtswassern oder Cremes. Es soll die Hornschicht auf den verstopften Hautporen lösen.

Achtung: Einige Mittel können Hautirritationen (Rötungen und Juckreiz) auslösen. Daher sollte man immer mit einer niedrigen Dosierung beginnen und diese dann schrittweise steigern. Verschlechtert sich das Hautbild durch das Auftragen des Präparats oder zeigt die Behandlung mit dem jeweiligen Wirkstoff keine Wirkung, muss das Medikament gewechselt werden.

Autorin: Nina Peterz

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