Wie wird Akne inversa behandelt?

Die Akne inversa kann in drei verschiedene Stadien (leichte, mittelschwere oder schwere Akne inversa) unterteilt werden. Je nach Schweregrad der Erkrankung kommen unterschiedliche Therapiemöglichkeiten infrage.

Konservative Therapie (Medikamente & Co)

In einem sehr frühen Stadium der Akne inversa kommt eine konservative Therapie infrage. Mit der Einnahme von Antibiotika (zum Beispiel Clindamycin und Rifampicin) wird versucht, den Krankheitsverlauf aufzuhalten. Bei Frauen kann eine hormonelle Behandlung – die „Antiandrogene Pille“ – unterstützend wirken. Die darin enthaltenen Substanzen besitzen eine hemmende Wirkung auf die männlichen Sexualhormone, die auch im weiblichen Körper in geringen Mengen produziert werden. Die Akne inversa spricht auf diese hormonelle Behandlung allerdings nicht so gut an wie viele andere Akneformen.

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Bisher gibt es noch keine nicht-operative Therapie, mit der langfristig ein chirurgischer Eingriff vermieden werden könnte.

Chirurgische Behandlung

Je nach Größe der betroffenen Hautstellen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die angewendet werden können. Die chirurgische Eröffnung von Entzündungsherden kann Linderung verschaffen, ist aber keine vollständige Heilung der Akne inversa. Zudem ist diese Methode nur bei kleinen Hautflächen geeignet.

Im fortgeschrittenen Stadium und bei großen Hautdefekten kommt nur noch eine richtige Operation infrage. Der Arzt entfernt dabei mit einem Skalpell oder Laser die gesamte entzündete Haut. Verbleibt erkranktes Gewebe im Körper, kommt es fast immer zu einem Rückfall.

Die durch die Operation entstandenen „Löcher“ in der Haut kann der Arzt auf unterschiedliche Weise verschließen. Meist werden die Löcher entweder mit Haut aus der unmittelbaren Umgebung verschlossen oder die Wunde verheilt offen, wodurch sich langsam von innen nach außen eine Narbe bildet.

Eine weitere Möglichkeit ist, beispielsweise aus dem Oberschenkel gesunde Haut an die offene Stelle zu versetzen (Lappenplastik).

Lasertherapie

Die Akne inversa kann auch durch die Abtragung des betroffenen Gewebes mit einem Laser behandelt werden. Diese Methode kommt aber nur selten zum Einsatz.

Eventuell auch in Spezialklinik

In Deutschland gibt es medizinische Zentren (Hautkliniken und Zentren der plastischen Chirurgie), die auf die Behandlung von Hauterkrankungen spezialisiert sind. Zudem werden hier oft neue gezieltere Therapiemöglichkeiten in Studien erforscht. Es kann sich also lohnen, sich an eine solche Spezialeinrichtung in Ihrer Region zu wenden. Fragen Sie einfach Ihren Dermatologen danach.

Autorin: Nina Peterz

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