Aufbau und Funktion der Harnblase

Die Harnblase (lat. Vesica urinaria) ist als Teil des Harntrakts ein Organ, in dem der Urin zwischengespeichert wird. Das muskuläre, von Urothel ausgekleidete Hohlorgan liegt beim Menschen relativ gut geschützt im kleinen Becken. Obwohl aus der Niere ununterbrochen Harn abfließt, ermöglicht die Harnblase den Harn willentlich und nur von Zeit zu Zeit abzugeben.

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Blasenentleerung (Miktion)

Als Miktion wird die normalerweise vollständige Entleerung der Harnblase bezeichnet. Dieser Vorgang wird durch komplexe Regelkreise des autonomen und willkürlichen Nervensystems gesteuert.

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Harninkontinenz

Eine Harninkontinenz (lat.: Incontinentia urinae) bezeichnet den Verlust oder das Nichterlernen der Fähigkeit, Urin sicher in der Harnblase zu speichern und selbstbestimmt Ort und Zeitpunkt der Entleerung zu bestimmen.

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Reizblase

Unter dem Begriff Reizblase (Syn. Urethralsyndrom, Frequenca-Urgency-Syndrom sowie über- und hyperaktive Blase) versteht man eine funktionelle Störung der Blasenfunktion ohne organpathologischen Befund. Die Reizblase tritt vornehmlich bei Frauen in der 3. bis 5. Lebensdekade auf.

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Blasendruckmessung (Urodynamik)

Eine urodynamische Messung ist erforderlich, um die vorliegende Form der Harninkontinenz zu ermitteln. Dieser Eingriff ist einfach, schnell und ambulant durchführbar. Es ist lediglich vor Untersuchungsbeginn eine Urinuntersuchung erforderlich, um eine Blasenentzündung, die die Untersuchungsergebnisse verfälschen könnte, auszuschließen.

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Urethrozystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung)

Die Urethrozystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung) ist eine urologische Untersuchung der Harnblase, bei der mit einem speziellen Endoskop, dem Zystoskop, die Harnblase untersucht wird. Beim Mann wird immer die Harnröhre mit untersucht.

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Tension-free vaginal tape

Tension free Vaginal Tape (kurz TVT) beschreibt ein Kunststoffband aus Polypropylen (Prolene) und ein damit verbundenes Operationsverfahren in der gynäkologischen Urologie zur Behandlung einer bestimmten Form der Harninkontinenz, der so genannten Belastungs- oder Stressinkontinenz.

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Förderung der Harnkontinenz

Die Förderung der Harnkontinenz ist Aufgabe der Medizin (Urologie, u. a.) und der pflegerischen Versorgung von Personen mit einer Inkontinenz-Gefährdung. Damit wird das Selbstwertgefühl der Person und deren Teilnahme am sozialen Leben gefördert. Im Rahmen der Pflege wird von einer selbstbestimmten Alltagsaktivität (ATL Ausscheiden) gesprochen.

Oft handelt es sich jedoch um eine Sekundärprävention vor der weiteren Verschlechterung des Krankheitsbildes Inkontinenz (Urin) bzw. der weiteren Abhängigkeit von Pflegepersonen.

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