Wie funktioniert die Elektrostimulation?

Bei einigen Menschen mit Harninkontinenz sind die Nerven zwischen Rückenmark und Beckenbodenmuskel in ihrer Funktion gestört. Durch eine Elektrostimulation regenerieren sich die Nervenfasern mitunter wieder.

Um die elektrischen Impulse möglichst nahe am Beckenbodenmuskel zu platzieren, wird eine Elektrode (die aussieht wie ein Tampon) in die Scheide (oder beim Mann in den After) eingeführt und an das Elektrostimulationsgerät angeschlossen. Die Stromstärke kann man individuell einstellen.

Die Elektrode gibt Stromimpulse an die Beckenbodenmuskulatur und seine zuführenden Nerven ab. Zwischen den Impulsen gibt es reizfreie Phasen, damit die Muskulatur sich wieder erholen kann. Es gibt auch Geräte, die Stromimpulse erst abgeben, wenn der Beckenbodenmuskel bis zu einem bestimmten Grad angespannt wird.

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