Ursachen und Vorbeugung

Warum bekommt man eine Harninkontinenz? Und wie kann man das verhindern? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Stimmt es, dass vor allem Frauen eine Harninkontinenz bekommen?

Unter Belastungsinkontinenz (die früher auch als Stress-Inkontinenz bezeichnet wurde) haben vor allem Frauen zu leiden. Viele jüngere Frauen haben nach der Geburt eines Kindes eine Belastungsinkontinenz.

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Warum haben Frauen häufiger unter Blasenschwäche zu leiden als Männer?

Vereinfacht könnte man sagen: weil sie Kinder bekommen. Schwangerschaften und natürliche Geburten belasten die Beckenbodenmuskulatur enorm und führen – vor allem dann, wenn nach der Geburt keine ausreichende Beckenbodengymnastik durchgeführt wird – nicht selten zu einer langsam voranschreitenden Bindegewebsschwäche im Beckenbereich. Die späte Folge: eine Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz).

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Was kann – neben den Wechseljahren – Auslöser einer Harninkontinenz sein?

Es gibt diverse Faktoren, die dem Bindegewebe und dem Beckenboden stark zusetzen und das Entstehen von Harninkontinenz (mit)verursachen können.

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Was sind mögliche Ursachen der Drang-Inkontinenz?

Ursachen der überempfindlichen Blase und damit der Drang-Inkontinenz können sein:

   

Was sind mögliche Ursachen der Stress-Inkontinenz?

Der Begriff ist etwas irreführend. Mit (psychischem) Stress hat die Stress-Inkontinenz nichts zu tun.

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Was passiert bei einem schwachen Beckenboden?

Der Beckenboden besteht aus Bindegewebe und Muskeln und bildet so etwas wie eine dehnbare Unterlage des Beckens und seiner Inhalte. Bei einem schwachen Beckenboden ist die Muskulatur erschlafft und die straffen Haltebänder dehnen sich aus. Dadurch entsteht unter anderem Inkontinenz.

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Welches sind die häufigsten Ursachen einer motorischen Dranginkontinenz?

Die motorische Dranginkontinenz geht auf unwillkürliche Bewegungen des Blasenentleerungsmuskels zurück. Der Muskel zieht sich, ohne dass man dies willentlich beeinflussen kann, plötzlich zusammen und es entsteht heftiger Harndrang. Man muss also sofort auf Toilette, oder es rutscht durch.

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Was sind mögliche Ursachen einer Überlaufinkontinenz?

Bei der Überlaufinkontinenz kann sich die Blase nicht mehr richtig entleeren, es kommt zum "Überlauf". Dies kann folgende Ursachen haben:

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Warum können manche Frauen nach den Wechseljahren ihren Urin nicht mehr halten?

Ein Grund, warum Frauen nach den Wechseljahren den Abgang von Urin nicht mehr zuverlässig kontrollieren können (der medizinische Fachausdruck dafür ist Harninkontinenz), ist eine Schwäche des Bindegewebes.

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Warum sind Übergewicht und Verstopfung ungünstig für eine Blasenschwäche?

Sowohl Übergewicht als auch chronische Verstopfung erhöhen den Druck im Bauchraum – und damit auch den Druck auf die Blase. Natürlich bekommen nicht alle Menschen mit Übergewicht oder Verdauungsproblemen eine Blasenschwäche.

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Wie kann ich einer Blasenschwäche vorbeugen?

Blasenschwäche (medizinisch: Harninkontinenz) ist ein häufiges Problem bei älteren Frauen. In den Wechseljahren kommt es durch die Hormonverschiebungen zu einer Erschlaffung der Muskulatur im Beckenbereich, was die Entstehung einer Blasenschwäche fördert.

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Was ist die häufigste Ursache einer Überlaufinkontinenz bei Männern?

Eine vergrößerte Prostata. Die ist ja bei Männern in höherem Alter oftmals vergrößert, meistens gutartig (die sogenannte benigne Prostatahyperplasie).

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Stimmt es, dass häufige Blasenentzündungen zu einer Blasenschwäche (Inkontinenz) führen können?

Ja. Wenn es sehr häufig zu Blasenentzündungen kommt, können (die Betonung liegt auf können, nicht müssen) die sensiblen Nervenfasern im Gebiet der Harnblase so sehr gereizt werden, dass sie irgendwann beginnen, übersensibel und "unvernünftig" zu reagieren.

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Was ist eine Inkontinenz durch eine Fistel?

Nicht immer entsteht eine Inkontinenz durch eine Schwäche der Blasenschließmuskulatur. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass sich ein Verbindungsgang zwischen den oberen ableitenden Harnwegen und anderen Organen in der Umgebung bildet. Solche Verbindungsgänge nennt man Fisteln.

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Stimmt es, dass ein Diabetes Ursache der Blasenschwäche sein kann?

Ja, das stimmt. Am ehesten führt Diabetes zu einer sogenannten Überlauf-Inkontinenz (Inkontinenz = Blasenschwäche). Das kann vorkommen, wenn bei einer diabetischen Neuropathie die Nerven, die die Blasenentleerung steuern, geschädigt werden.

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Stimmt es, dass die Ursache für eine Blasenschwäche auch eine Multiple Sklerose sein kann?

Ja, allerdings ist das nur selten der Fall. Eine Multiple Sklerose kann, wenn die MS-Herde im Blasenbereich aktiv sind, die dortigen Nervenimpulse durcheinanderbringen und eine Dranginkontinenz verursachen.

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