Warum ist bei Blasenschwäche oft auch eine frauenärztliche Untersuchung hilfreich?

Die Ursachen einer Blasenschwäche können unterschiedlichster Natur sein. Eine Untersuchung beim Frauenarzt kann sinnvoll sein, um zu überprüfen, ob möglicherweise eine Senkung der Gebärmutter oder Scheide vorliegt, die auf die Blase drückt.

Die Gynäkologin oder der Gynäkologe wird zudem möglicherweise ermitteln, ob ein Östrogenmangel vorliegt, denn in und nach den Wechseljahren sinkende Östrogenspiegel können zu einer Schwächung des Bindegewebes im Beckenbereich beitragen (was allerdings nicht bedeutet, dass eine Hormontherapie unbedingt die beste Wahl ist). Auch der Beckenboden bzw. seine Beschaffenheit kann vom Gynäkologen beurteilt werden (das kann allerdings auch der Urologe).

Bei Frauen ist die ärztliche Betreuung einer Blasenschwäche – zumindest in der Phase der Abklärung – oft eine Art Dreiecksgeschichte zwischen Hausarzt, Urologen und Frauenarzt.

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