Physiotherapie: Welche Methoden sind für wen am besten geeignet?

Bei der sogenannten Belastungsinkontinenz lässt sich der unkontrollierbare Harnabgang mit Hilfe einer Physiotherapie meist deutlich lindern. Zu den bewährten Methoden zählt in erster Linie die Beckenbodengymnastik.

Die meisten Frauen sind nach Anleitung durch einen Physiotherapeuten in der Lage, ihren Beckenboden bewusst anzuspannen. Für sie ist Beckenbodengymnastik ein einfaches, effektives und überall durchführbares Training. Es stärkt die Muskulatur, die am Zurückhalten des Urins beteiligt ist.

Allerdings sollte man die Übungen dauerhaft machen. Denn wer die Gymnastik vernachlässigt, nachdem die Beschwerden nachgelassen haben, riskiert, dass die Probleme erneut auftreten.

Eventuell doch eine Elektrostimulation?

Einigen Frauen gelingt es allerdings nicht oder nur eingeschränkt, ihren Beckenboden bewusst anzuspannen. Wenn das auf Sie zutrifft, gibt es eine Reihe weiterer Techniken wie beispielsweise Elektrostimulation, Biofeedback-Training oder Übungen mit einer sogenannten Rüttelplatte.

Wenn Sie ihre Beckenbodenmuskulatur gar nicht auf Kommando anspannen können, ist eine Elektrostimulation zu erwägen. Gelingt es Ihnen hingegen, die Beckenbodenmuskulatur zumindest noch leicht anzuspannen, ist Biofeedback-Training das Verfahren der Wahl.

Autorin: Anna Haugg

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen