Was bringt ein sogenanntes Blasentraining?

Das Blasentraining ist eine gute Methode, den Harndrang bei einer Drang-Inkontinenz besser kontrollieren zu können. Es läuft so ab, dass man nach einem bestimmten Zeitrhythmus zur Toilette geht und die Blase entleert – unabhängig davon, ob gerade Harndrang besteht oder nicht.

Ziel dieser Maßnahme ist, die Blase möglichst immer schon zu entleeren, bevor sie überhaupt in Not gerät. Dadurch lassen sich über längere Zeit dann auch die auslösenden, überempfindlichen Nerven bei der Drang-Inkontinenz beruhigen ("trainieren").

Tagebuch hilfreich

Die meisten Ärzte empfehlen, dazu eine Art Tagebuch zu führen. In dieses Tagebuch tragen Sie ein, wann Sie nach diesem regelmäßigen Rhythmus zur Toilette gegangen sind, wieviel Harndrang sie dabei verspürt und wie viele Einlagen sie ggf. benötigt haben. Auch die Trinkmenge davor sollte dokumentiert werden.

Das hört sich umständlich an, hilft aber, ein sicheres Gefühl dafür zu bekommen, zu welchen Tageszeiten und in welchen Zeitabständen wie viel Harndrang besteht. Danach können Sie dann künftig Ihre Toilettengänge in einem festen Rhythmus "planen" und die Blase immer schon entleeren, bevor unfreiwillig etwas entweicht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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