Selbsthilfe, Beckenbodentraining & Blasentraining

Kann man eine Blasenschwäche auch ohne Medikamente in den Griff bekommen? Was bringt das Beckenbodentraining? Mehr zur Selbsthilfe in diesem Kapitel.

Welche Übungen sind für einen starken Beckenboden sinnvoll?

Sinnvoll sind alle Übungen, die zusätzlich den Rücken kräftigen und die in den Alltag integriert werden können.

Jeder Muskel, der nicht gefördert wird, baut sich ab. Auch der aus Muskeln bestehende Beckenboden. Ein schwacher Beckenboden kann junge und alte Leute treffen. Im Alter baut die Beckenmuskulatur schneller ab, weil ältere Leute sich oft zu wenig bewegen und der Beckenmuskel nicht genügend beansprucht wird.

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Kann ich meine Belastungsinkontinenz auch ohne Medikamente in den Griff bekommen?

Ja, durchaus. Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden stehen bei der Belastungsinkontinenz (Harnabgang vor allem bei Druck aufs Becken, z.B. beim Niesen oder Heben) sogar im Vordergrund! Nur wenn diese nicht den gewünschten Erfolg erzielen, sollte man zu Arzneien greifen.

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Ist es mit Blasenschwäche hilfreich, weniger zu trinken?

Nein, überhaupt nicht, eher im Gegenteil. Der an sich ja logische Gedanke, dass weniger Flüssigkeitszufuhr die Blase entlastet, ist nicht korrekt. Vielmehr braucht die inkontinente Blase Training. Muskeltraining. Und das bekommt sie am besten durch reichlichen Flüssigkeitsdurchlauf.

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Welche Rolle spielt der Beckenboden für die Kontrolle der Blasenfunktion?

Der Beckenboden ist für die Blasenfunktion von sehr großer Bedeutung. Die Muskelwand, die das Becken auskleidet, entscheidet nämlich maßgeblich darüber mit, ob sich die Blase nur auf Wunsch entleert oder ob etwas durchrutscht.

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Was bringt ein sogenanntes Blasentraining?

Das Blasentraining ist eine gute Methode, den Harndrang bei einer Drang-Inkontinenz besser kontrollieren zu können. Es läuft so ab, dass man nach einem bestimmten Zeitrhythmus zur Toilette geht und die Blase entleert – unabhängig davon, ob gerade Harndrang besteht oder nicht.

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Was genau lernt man bei einem Beckenbodentraining?

Die Beckenbodengymnastik wird unter Anleitung von Physiotherapeuten, in der Regel in einer Krankengymnastik-Praxis erlernt. Später können Sie die Übungen auch selbstständig zuhause fortführen. Das müssen Sie sogar, denn ein regelmäßiges Training ist entscheidend.

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Wie schaffe ich es, das Beckenbodentraining konsequent durchzuhalten?

Selbstdisziplin ist nicht immer einfach. Vielleicht können Ihnen folgende Kniffe helfen, in Sachen Beckenbodentraining konsequent zu bleiben:

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Kann man das Beckenbodentraining nicht auch allein erlernen?

Es ist grundsätzlich eher zu empfehlen, ein Beckenbodentraining unter Anleitung eines speziell dafür geschulten Physiotherapeuten zu erlernen. Denn es geht nicht nur darum, die Übungen zu machen, es geht auch darum, sie richtig zu machen. Und ein Krankengymnast, der direkt vor Ihnen steht, ist natürlich ideal, wenn kleine Fehler in den Übungen korrigiert werden sollten.

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Physiotherapie: Welche Methoden sind für wen am besten geeignet?

Bei der sogenannten Belastungsinkontinenz lässt sich der unkontrollierbare Harnabgang mit Hilfe einer Physiotherapie meist deutlich lindern. Zu den bewährten Methoden zählt in erster Linie die Beckenbodengymnastik.

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Wie spüre ich meine Beckenbodenmuskeln?

Bei der Behandlung einer Blasenschwäche ist oft von einem Training der Beckenbodenmuskulatur die Rede. Zu Recht, denn damit lässt sich vor allem eine sogenannte Belastungsinkontinenz (Harnabgang bei Lachen, Husten oder Anheben von Gegenständen) sehr effektiv lindern.

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Kann ich eine Beckenbodengymnastik bei mir zuhause durchführen?

Ja. Das ist auch wichtig, weil für einen nachhaltigen Erfolg ein tägliches Training der Beckenbodenmuskulatur entscheidend ist. Zu Beginn werden Sie das Training aber in aller Regel unter fachlicher Anleitung vornehmen, z.B. in einer Krankengymnastik-Praxis. Wenn Sie die Übungen gelernt haben, können Sie diese dann zuhause fortführen.

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Was ist ein „Miktionstagebuch“ – und wozu dienen die Aufzeichnungen?

Ein Miktionstagebuch (das auch „Miktionsprotokoll“ genannt wird, Miktion = Wasserlassen) ist im Prinzip eine Tabelle mit fünf Spalten und 24 Zeilen (für 24 Stunden). In dieser Tabelle notieren Sie einige Tage lang genau, wann und wie viel Sie getrunken haben, wann ein Drang zum Wasserlassen auftrat und wann Sie die Toilette aufsuchten.

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Was bedeutet Bio-Feedback beim Beckenbodentraining?

Bio-Feedback ist eine Methode, mit der Sie während des Trainings überprüfen können, ob die Beckenbodenmuskulatur "richtig" anspannt.

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Was sind Vaginalkonen?

Vaginalkonen sind kleine, konisch geformte Gewichte, die Frauen in der Scheide tragen, um ihren Beckenboden zu stärken. Das Training besteht darin, die Gewichte entgegen der Schwerkraft in der Vagina festzuhalten.

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Wie funktioniert ein Beckenbodentraining mit Vaginalkonen?

Die Anwendung ist ganz einfach: Der Vaginalkonus wird wie ein Tampon tief in die Scheide eingeführt. Ist der Fremdkörper nicht spürbar, sitzt er korrekt. Damit der Konus beim Einführen besser gleitet, kann man ihn mit Wasser befeuchten.

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Wie lange muss man mit Vaginalkonen üben, bis sich Erfolg zeigt?

Die meisten Frauen spüren bereits nach zwei bis drei Wochen eine Besserung ihrer Beschwerden, wenn sie Vaginalkonen konsequent anwenden. Der volle Muskeltonus wird durch das Training etwa innerhalb von sechs bis zwölf Wochen erreicht.

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Wann sollten Vaginalkonen nicht angewendet werden?

Dringend abzuraten ist von Beckenbodentraining mittels Vaginalkonen bei einer Scheideninfektion oder während der Regelblutung. Auch während einer Schwangerschaft sowie in der Zeit der Wundheilung nach einem Dammschnitt ist der Gebrauch nicht ratsam.

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Was versteht man unter Toilettentraining?

Mit dem Ziel, die Blase zu stärken, versucht man im Rahmen des Toilettentrainings (das in der medizinischen Fachsprache Miktionstraining oder Kontinenztraining genannt wird) nach einem vorher festgelegten Zeitplan zur Toilette zu gehen.

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Blasenschwäche: Worauf muss ich bei der Hautpflege im Genitalbereich achten?

Die betroffenen Frauen wissen das: Ein Inkontinenz-Problem wird auch schnell zum Hautproblem. Denn der unfreiwillig abgehende Harn reizt natürlich die Umgebung, speziell die Hautpartien im Genitalbereich. Allerdings kann man diesem Problem recht gut vorbeugen.

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