Was versteht man unter „vaginalen Operationsmethoden“ gegen Belastungsinkontinenz?

Zu den „vaginalen Operationsverfahren“ zählen Methoden, bei denen der Eingriff nicht über einen Zugang durch die Bauchdecke, sondern über die Vagina erfolgt.

Zu diesen Verfahren zählen unter anderem:

  • die vordere Scheidenplastik (anteriore Kolporrhaphie), die bei einer Gebärmutter- und Scheidensenkung vor allem bei jungen, sexuell aktiven Frauen infrage kommt;
  • eine Scheidenstumpf-Fixation (sakrospinale Fixation nach Amreich-Richter), die sich in erster Linie bei einer Gebärmuttersenkung (Descensus uteri) vor allem bei älteren Frauen bewährt hat;
  • die hintere Scheiden-Damm-Plastik (hintere Kolporrhaphie). Dieses Verfahren kommt vor allem zur Korrektur von Aussackungen der Darmwand nach vorn zur Scheide hin (Enterozele bzw. Rektozele) zum Einsatz;
  • Implantation eines Netzes aus Prolene, in dem der gesamten Beckenboden nachkonstruiert wird.
  • Einlage von Kunststoffbändern (Vaginalbänder), bei der ein etwa 1 cm breites Bändchen um die Harnröhre gelegt wird (TVT).
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