Lässt sich eine Dranginkontinenz medikamentös behandeln?

Bei Dranginkontinenz wird häufig eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Anticholinergika durchgeführt. Derzeit verfügbar sind die Wirkstoffe Darifenacin, Fesoterodin, Oxybutynin, Solifenacin, Tolterodin und Trospiumchlorid.

Die verschiedenen Wirkstoffe unterscheiden sich vor allem in Hinsicht auf ihre Nebenwirkungen. Alle diese Substanzen reduzieren die Überaktivität der Blasenmuskulatur und der Blasenverschlussmuskeln. Dadurch erhöht sich die Blasenkapazität: Der Drang zum Wasserlassen entsteht dann erst, wenn die Blase weitgehend gefüllt ist.

Medikamente, die die Übertragung von Nervenreizen auf die Blasenmuskulatur blockieren, sind auch sogenannte Spasmolytika oder Parasympathikolytika.

Allerdings sollte man es nie allein bei den Tabletten belassen: Bei der Behandlung einer Dranginkontinenz ist eine Kombination aus Toilettentraining und medikamentöser Behandlung sehr effektiv.

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