Medikamentöse Behandlung

Mit welchen Medikamenten lässt sich eine Harninkontinenz behandeln? Und welche Mittel wirken bei welcher Form der Blasenschwäche? Darum geht es in diesem Kapitel.

Lässt sich eine Dranginkontinenz medikamentös behandeln?

Bei Dranginkontinenz wird häufig eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Anticholinergika durchgeführt. Derzeit verfügbar sind die Wirkstoffe Darifenacin, Fesoterodin, Oxybutynin, Solifenacin, Tolterodin und Trospiumchlorid.

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Dranginkontinenz: Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Medikamenten (Anticholinergika)?

Anticholinergika (exakter ist der Begriff „Antimuskarinika“) ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Wirkstoffen, die zur Behandlung von Dranginkontinenz bzw. bei einer hyperaktiven Blase eingesetzt wird. In Deutschland derzeit verwendete Wirkstoffe sind Darifenacin, Fesoterodin, Oxybutynin, Solifenacin, Tolterodin und Trospiumchlorid.

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Auf welche Weise wirken Anticholinergika bei Dranginkontinenz?

Anticholinergika unterdrücken die Wirkung von Acetylcholin an der Muskulatur und verhindern so das unwillkürliche Zusammenziehen der Blase bei Dranginkontinenz. Für die Behandlung einer Belastungsinkontinenz (frühere Bezeichnung: Stress-Inkontinenz) sind Anticholinergika eher nicht geeignet.

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Welche Medikamente gibt es gegen die Stress-Inkontinenz?

Die Blasenschwäche bei der Stress-Inkontinenz geht in den meisten Fällen auf eine Bindegewebsschwäche im Beckenbereich zurück. Diese kann auch mit dem Östrogenmangel in den Wechseljahren zusammenhängen. Deshalb werden häufig Östrogen-haltige Salben oder Zäpfchen verschrieben. Sie müssen in die Scheide eingeführt werden.

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Welche Medikamente helfen gegen eine vergrößerte Prostata als Ursache einer Blasenschwäche?

Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist in höherem Alter sehr häufig. Sie wird auch benigne Prostatahyperplasie genannt. Bei einer Blasenschwäche aufgrund einer vergrößerten Vorsteherdrüse (Prostata) spricht man auch von einer Überlauf-Inkontinenz.

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Hilft eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren auch gegen Blasenschwäche?

Eine Hormonbehandlung wirkt nicht gegen Blasenschwäche (Harninkontinenz) und beugt auch nicht dagegen vor. Dies konnten einige neue große Untersuchungen belegen (beispielsweise die Women`s Health Initiative [WHI] und die Heart and Estrogen/Progestin Replacement Study [HERS]).

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Gibt es Medikamente gegen die "überaktive Blase"?

Ja, es gibt durchaus Arzneimittel, die die Beschwerden einer überaktiven Blase lindern können. Als Standardtherapie gelten die so genannten Antimuskarinika.

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Trockener Mund und Verstopfung durch meine Blasenschwäche-Medikamente: Was kann ich dagegen tun?

Das Problem kann bei Medikamenten aus der Gruppe der sogenannten Antimuskarinika auftreten. Da Muskarin-Rezeptoren nicht nur in der Blase vorkommen, führt die Blockade der Rezeptoren relativ häufig zu Mundtrockenheit.

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Antimuskarinikum gegen Inkontinenz: Wie lange dauert es, bis die Behandlung wirkt?

Viele Betroffene mit Dranginkontinenz bemerken bei Einnahme von sogenannten Antimuskarinika (das ist die Gruppe der am häufigsten verschriebenen Medikamente gegen Dranginkontinenz) bereits nach einer bis zwei Wochen, dass die Beschwerden nachlassen, sie also weniger häufig zur Toilette müssen.

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