Inkontinenz: Werden die Pflegeprodukte von den Krankenkassen bezahlt?

In vielen Fällen ja. Inkontinenz-Pflegeprodukte sind erstattungsfähige Hilfsmittel, die bei einer mittelgradigen Inkontinenz von den Krankenkassen erstattet werden. Dieses ist gesetzlich im § 33 SGB 5 geregelt. Unabhängig von der Tagesstückzahl und Qualität.

Wenn Sie Bedarf an solchen Einlagen oder Pants haben, sollten Sie ohne Scham mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Er kann den Grad Ihrer Inkontinenz offiziell feststellen und damit eine Kostenerstattung ermöglichen.

Wenig Trinken ist keine Lösung

Und warten Sie damit nicht lange ab. Wer unter Inkontinenz leidet, ist in seiner Lebensqualität stark eingeschränkt. Bei ausgeprägter Blasenschwäche gehen viele Betroffene aus Angst vor peinlichen Situationen kaum aus dem Haus oder meiden das kulturelle Leben. Das kann aber natürlich keine Lösung sein. Benutzen Sie bei Bedarf also lieber Inkontinenz-Pflegeprodukte und nehmen Sie aktiv am Leben teil.

Und noch ein Tipp: Falsch ist es, wenig zu trinken, um dem Harndrang zu entgehen. Denn damit schaden Sie Ihrer Gesundheit außerhalb der Blase und das ist die schlechtere Alternative.

Autoren: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin & Dr. med. Jörg Zorn

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