Kann man eine Blasenschwäche auch ohne Medikamente behandeln?

Ja. Oft ist die nicht-medikamentöse Behandlung der Blasenschwäche sogar die wichtigste Komponente. Das hängt aber auch von der Art und dem Schweregrad der Inkontinenz ab.

Zu den bewährten Methoden zählen:

  • Beckenbodengymnastik:
    Eine kräftige Beckenbodenmuskulatur, die man durch ein spezielles Training aufbauen und auch bewusst entspannen kann, lindert Blasenschwäche wirksam.
  • Biofeedback:
    Das Verfahren ermöglicht eine Kontrolle, ob das Beckenbodentraining korrekt durchgeführt wird. Die Bewegung der Muskulatur wird über eine Sonde sichtbar oder hörbar gemacht.
  • Elektrostimulation:
    Muskelaufbautraining mit Hilfe von Reizen durch elektrischen Strom.
  • Vaginalkonen:
    Beckenbodentraining mit Hilfe von kleinen Trainingsgewichten, die Frauen in die Scheide einführen.
  • Toilettentraining:
    Toilettenbesuche nach einem festen Zeitplan helfen, die Kontrolle über die Blasenentleerung wieder zu gewinnen.
  • Reflexzonentherapie:
    Sie gilt als sehr erfolgreiche Behandlungsmethode. Gerade ältere Menschen scheinen erstaunlich positiv und rasch auf diese natürlichen Heilreize anzusprechen. Als besonders erfolgreich gilt die Reflexzonentherapie am Fuß.
  • Einzelne Studien belegen auch die Wirksamkeit von Hypnose, Akupunktur und Homöopathie.
  • Entspannungstechniken (beispielsweise Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson) können andere Behandlungsmethoden wirksam unterstützen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Starke Harninkontinenz
1 Sonntag, den 26. Juni 2016 um 11:20 Uhr
E.z.
Beckenbodentraining ist unerlässlich. Meine Frage: Kann Harninkontinenz auch plötzlich einfach weg bleiben?
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