Welche grundsätzlichen Möglichkeiten gibt es zur Behandlung einer Blasenschwäche?

Zur Behandlung einer Blasenschwäche gibt es – abhängig von deren Ursache und Form – grundsätzlich drei unterschiedliche Methoden:

  • diverse physiotherapeutische Methoden, also Krankengymnastik  in Form von Beckenbodengymnastik, Blasentraining und anderen Anwendungen
  • Medikamente
  • operative Verfahren

Insbesondere in früheren Stadien ist das Beckenbodentraining die wichtigste Maßnahme, weil sie direkt an den Ursachen ansetzt. Denn häufig geht eine Blasenschwäche auf einen geschwächten Muskelapparat im Becken zurück, zum Beispiel wegen früherer Schwangerschaften.

Operation eher die Ausnahme

Medikamente gegen Harninkontinenz gibt es viele, ob eines notwendig ist und welches das jeweils geeignete ist, hängt von der Art und der Ausprägung der Blasenschwäche ab. Es gibt leichte pflanzliche Mittel und auf der anderen Seite auch sehr viele synthetische Präparate. Deren Wirkung setzt meist im Muskel-Nerven-Apparat der Blase an, denn gerade die Drang-Inkontinenz (plötzlich den Harn kaum noch halten können) hängt eng mit der nervlichen Erregung der Blasenregion zusammen.

Eine Operation ist bei Blasenschwäche eher selten notwendig, kann aber in speziellen Fällen durchaus sinnvoll sein. Welche Behandlungsmethode in Ihrem speziellen Fall am meisten Erfolg verspricht, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt eingehend besprechen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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