Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen die Drang-Harninkontinenz?

Das hängt natürlich wesentlich von der Ursache der Drang-Inkontinenz ab. Im Vordergrund steht immer, diese Ursache zu beseitigen. Noch mal zur Sicherheit: Die Drang-Inkontinenz ist die Form der Blasenschwäche, bei der es aus einer plötzlichen nervösen Erregung heraus zu einem starken, kaum beherrschbaren Harndrang kommt.

De wichtigste Basis-Maßnahme gegen eine Drang-Inkontinenz ist das häufige Wasserlassen. Das hört sich banal an, ist aber sehr effektiv. Gehen Sie alle zwei bis drei Stunden auf Toilette, auch wenn Sie gar keinen so großen Harndrang verspüren. Damit beugen Sie dem ansonsten später auftretenden, nicht mehr kontrollierbaren Harndrang am besten vor.

Beckenbodentraining oder Medikamente

Darüber hinaus kann auch ein gezieltes Blasentraining helfen. Ihr Urologe erklärt Ihnen, wie das geht. Im Prinzip handelt es sich um eine Art Gymnastik für die Blase, so dass der Schließmuskel gestärkt wird und nicht mehr so leicht nachgibt. Mit diesem Training lassen sich zwar die nervösen Erregungskurven in der Beckenregion nicht immer stoppen, dafür aber werden die Blase und ihr Schließmuskel widerstandsfähiger gegen diese Pinkel-Impulse.

Gelingt es mit der Gymnastik und dem häufigen Wasserlassen allein nicht, die Blase ausreichend zu beruhigen, kommen auch Medikamente zum Einsatz. Sie werden meistens mit dem Ziel gegeben, die Blase entspannen. In den seltenen Fällen, in denen eine Blaseninfektion als Ursache der Drang-Inkontinenz vorliegt, kommen auch Antibiotika in Betracht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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