Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden ist eine aus Bindegewebe und Muskeln bestehende Gewebeschicht, die das Becken von unten stützt und die Beckenorgane (Harnblase, Gebärmutter & Co) in ihrer Lage hält. Der Beckenboden setzt sich aus drei Hauptmuskeln zusammen, die das Becken und die Harnröhre umschließen.

Die genannten Beckenbodenmuskeln sind über Bänder mit dem unteren Rücken bzw. dem Kreuzbein verbunden. Sie haben verschiedene Funktionen, unter anderem sichern sie die Kontinenz. Oder anders herum ausgedrückt: Ist der Beckenboden zu schwach, ist unkontrolliertes Wasserlassen die Folge. Bei Mann und Frau. Es ist wichtig, dass Männer wie Frauen den Beckenboden trainieren. Auch bei Männern, die sehr schwere Arbeit verrichten oder übergewichtig sind, erschlafft die Beckenbodenmuskulatur.

Auch untrainierte Rückenmuskeln schwächen den Beckenboden

Der Beckenboden unterstützt und schützt den unteren Teil der Harnröhre, den Schließmuskel der Harnblase und den des Enddarms. Muskelpaare, die am Kreuzbein entspringen und zu den Oberschenkelknochen verlaufen, sorgen für ein bewegliches Becken zu allen Seiten. Die unteren Rückenmuskeln ergeben mit dem Beckenboden eine funktionelle Einheit. Sind die unteren Rückenmuskeln schwach, ist der Beckenboden mit gefährdet, und umgekehrt.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin