Was ist eine Analthrombose?

Eine Thrombose von Gefäßen am After bezeichnet man als Perianalthrombose oder kurz Analthrombose. Es handelt sich um eine Venenthrombose im Schließapparat des Darmes.

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Kennzeichnend ist das plötzliche Auftreten unterschiedlich großer rötlich-bläulicher Knoten am Analrand, die sehr schmerzhaft sind, da die betroffene Analhaut äußerst empfindlich ist.

Wenn das Blut stockt

Analvenenthrombose Analvenenthrombose

Ursache ist eine Verlangsamung des venösen Blutflusses etwa durch langes Sitzen und erhöhte Druckverhältnisse in den örtlichen Venen durch Pressen, Husten u.a. So kann es z.B. unter der Geburt zu solchen Blutgerinnseln kommen. Auch Kälte kann die Bildung dieser schmerzhaften Knoten begünstigen.

Wegen der äußeren Knoten wird die Analthrombose auf den ersten Blick mitunter mit Hämorrhoiden verwechselt. Früher wurde sie sogar als "äußere Hämorrhoide" bezeichnet. Das ist aber falsch, da der Entstehungsmechanismus ein völlig anderer ist. Allerdings treten Analvenenthrombosen häufig bei Menschen auf, die auch vergrößerte Hämorrhoiden haben. Sie haben dann aber eben "Läuse und Flöhe" gleichzeitig.

Unkomplizierte Heilung

Meist klingt eine Analvenenthrombose von alleine wieder ab. Kleine Knoten, die nicht allzu schmerzhaft sind, werden mit entzündungshemmenden Cremes, Salben oder Zäpfchen behandelt. Bei starken Beschwerden oder größeren Knoten kann die Schwellung unter einer örtlichen Betäubung entleert werden.

Wenn die Thrombose verheilt ist, bleibt eine kleine schlaffe Hautfalte als Überbleibsel bestehen, die aber nicht weiter schlimm ist und in der Regel keine Probleme bereitet. Allenfalls kann die Analhygiene etwas erschwert sein. Ein solches Gebilde trägt übrigens den schönen Namen Mariske.

Autoren: Dr. med. Jörg Zorn, Eva Bauer (Ärztin)

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Thrombose finden Sie unter
Navigator-Medizin.de/Herz-Gefaesse

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