Diagnostik & Untersuchungen

Geht man mit Hämorrhoiden zum Hausarzt oder zum Facharzt? Und mit welchen Untersuchungen muss man dann rechnen? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Mit Hämorrhoiden zum Arzt: Tut die Untersuchung weh?

Nein, in der Regel nicht. Sie ist höchstens ein bisschen unangenehm. Wenn die Hämorrhoiden selbst schmerzhaft sind und das Abtasten mit dem Finger weh tut, kann der Arzt Ihnen ein örtliches Betäubungsmittel spritzen. Scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen. Meistens ist das aber gar nicht nötig.

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Welche Untersuchungen nimmt der Arzt bei Verdacht auf Hämorrhoiden vor?

Zunächst einmal wird er Sie ausführlich befragen: Wie lange haben Sie die Beschwerden schon, wann treten Sie auf, haben Sie Schmerzen, haben Sie Blutbeimengungen im Stuhl entdeckt?

Dann wird er Ihren Afterbereich untersuchen. Oft kann man die Hämorrhoiden schon von außen erkennen. Zu dieser Untersuchung gehört auch eine Abtastung des Enddarms mit dem Finger.

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Was sind Hämorrhoiden ersten Grades (Grad I)?

Mediziner lieben die Einteilung in Stadien. Häufig berechtigt, um die Behandlung "stadiengerecht" einzuleiten, manchmal auch fragwürdig, weil die Zuteilung eines Krankheitsgrades die Betroffenen verunsichert (warum habe ich Grad III?), ohne dass sich aus der Zuteilung wirklich Konsequenzen ergeben.

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Was sind Hämorrhoiden zweiten Grades (Grad II)?

Von Hämorrhoiden zweiten Grades spricht man, wenn die Hämorrhoidalknoten beim Pressen aus dem After hervortreten, sich aber danach nach kurzer Zeit von selbst wieder zurückziehen.

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Was sind Hämorrhoiden dritten Grades (Grad III)?

Im Unterschied zu Hämorrhoiden zweiten Grades sprechen Mediziner vom Grad III, wenn die Hämorrhoidalknoten beim Stuhlpressen nicht nur aus dem After hervortreten, sondern sich danach nicht mehr spontan (wie bei Grad II) zurückziehen. Ein manuelles Zurückdrücken ist aber noch möglich (im Gegensatz zu Grad IV).

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Wann spricht man von Hämorrhoiden vierten Grades (Grad IV)?

Von Hämorrhoiden Grad IV sprechen Ärzte, wenn die Hämorrhoidalknoten aus dem After hervortreten und dieser Zustand nicht mehr rückbildungsfähig ist. Das heißt, auch manuell lassen sich die Knoten dann nicht mehr in den After hineinschieben.

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Warum ist es so ratsam, mit Hämorrhoiden frühzeitig zum Arzt zu gehen?

Um so früher Sie mit Ihren Hämorrhoiden (oder das, was sie dafür halten) zum Arzt gehen, um so einfacher und schneller sind sie wieder weg. Langes Abwarten führt hingegen dazu, dass die Hämorrhoiden größer werden und die Behandlung deutlich langwieriger wird.

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Warum ist bei Untersuchungen von Hämorrhoiden manchmal eine Darmspiegelung notwendig?

Da Hämorrhoiden-Knoten am After sitzen, ist eine komplette Darmspiegelung normalerweise nicht notwendig. Der Enddarm allerdings wird häufig mit einem Endoskop inspiziert. Das ist im Prinzip eine Art Mini-Darmspiegelung, bei der nur der ganz untere Teil vom Darm begutachtet wird. Einige Hausärzte überweisen auch dafür zum Spezialisten.

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Ist zur Feststellung von Hämorrhoiden wirklich eine Stuhluntersuchung notwendig?

Um Hämorrhoiden zu diagnostizieren, ist eine Stuhluntersuchung nicht notwendig. Dafür genügt dem Arzt in der Regel die äußere Begutachtung und das Abtasten des Enddarms. In einigen Fällen kann auch eine Darmspiegelung wichtig sein, um innere Hämorrhoiden-Knoten zu entdecken.

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Ist eine Enddarm-Spiegelung (Proktoskopie) schmerzhaft?

Nein, in der Regel nicht. Die Enddarm-Spiegelung (Fachbegriff: Proktoskopie) ist eine Art kleine Schwester der Darmspiegelung. Dabei wird nur der letzte, untere Darmabschnitt untersucht. Der eingeführte dünne Schlauch ist nur etwas über 10 cm lang.

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Was bedeutet bei Hämorrhoiden "Prolaps" oder "prolabierte Hämorrhoiden"?

Prolaps bedeutet "Vorfallen" oder "Herausfallen". Von prolabierten Hämorrhoiden sprechen Ärzte deshalb immer dann, wenn diese bereits aus dem After heraustreten, also von außen sichtbar sind. Das ist erst bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden der Fall.

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