Kann Vitamin D vor Krebserkrankungen schützen?

Schon lange wird Vitamin D als möglicher Krebsschutz diskutiert. Das Vitamin wird vom Körper unter dem Einfluss von Sonnenlicht produziert und nur zu einem kleinen Teil über die Nahrung aufgenommen. Wer wenig ins Freie kommt, ist also potentiell in der Gefahr, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln.

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Und was hat das mit Krebs zu tun? Gleich mehrere Studien haben bei Krebspatienten niedrigere Vitamin-D-Spiegel nachgewiesen. Und zumindest für Brustkrebs und Darmkrebs gibt es auch Hinweise, dass eine vorbeugende Zufuhr von Vitamin D vor einer Tumorentstehung schützen könnte. Die Betonung liegt allerdings auf "könnte", wie auch das Deutsche Ärzteblatt unlängst betonte. Sämtliche Daten zu diesem Thema sind wissenschaftlich wacklig und können noch nicht als Beweis herhalten.

Vor allem im Winter besteht Bedarf

Und was folgern wir nun daraus? Vielleicht zumindest das Eine: Gerade im Winter, wenn der Kontakt mit Sonnenlicht natürlicherweise nachlässt, lohnt sich der Spaziergang im Freien. Übrigens auch dann, wenn die Sonne gar nicht scheint, denn auch diffuses Tageslicht trägt noch zur Vitamin-D-Bildung bei. Und da regelmäßige Spaziergänge auch in vielerlei anderer Hinsicht gesund sind, kann man praktisch nichts falsch machen, wenn man auch im Winter immer wieder auch mal das Freie aufsucht.

Autoren: Christian Sachse & Dr. med. Jörg Zorn, 18.05.2011
Quelle: Universität des Saarlandes, Dtsch Arztebl Int 2010; 107(37): 638-43

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