Neue EU-Regel: Lebensmittel-Verpackungen sollen die Wahrheit sagen

Voraussichtlich im November 2011 tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft. Darin wird geregelt, dass Lebensmittelhersteller künftig sehr viel mehr Angaben auf die Packung schreiben müssen als bisher. Verpflichtend wird das aber frühestens 2014. Geschwindigkeit war noch nie das Aushängeschild der EU.

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Aber immerhin: Künftig wird man auf den Etiketten von Lebensmitteln sehr viel mehr über Inhaltsstoffe, Nährwert, Allergie-Stoffe und auch den Herkunftsort erfahren, als das heute der Fall ist – europaweit. Und auch sogenannte "lose Ware" soll besser deklariert werden, zum Beispiel in Restaurants oder auch beim Bäcker.

Schluss mit dem (absichtlich) Kleingedruckten

Besonders erfreulich: Mit dem bewusst Kleingedruckten ist dann Schluss. Die Schriftgröße auf den Verpackungen wird nämlich reglementiert. Auch Angaben zu Imitaten (z.B. Formfleisch) müssen künftig sehr viel deutlicher zu erkennen sein.

Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Nährwertangaben werden Pflicht.
  • Mögliche Allergene (Allergie-Auslöser) müssen mehr hervorgehoben werden, und zwar auch bei loser Ware.
  • Lebensmittelimitate müssen klar erkennbar sein.
  • Die Herkunftsangabe soll bei allen Fleischsorten verpflichtend werden.
  • Koffeinhaltige Nahrungsmittel müssen mit einem deutlichen Warnhinweis gekennzeichnet sein.
  • Die genannten Angaben müssen in einer Schriftgröße von mindestens 1,2 mm gedruckt sein – kurzum: gut lesbar.

Autor: Christian Sachse, 18.07.2011
Quelle: aid, IHK München + Oberbayern

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