Tomaten: Bei Rauchern ohne Erfolg

Tomaten - RauchenTomaten sind gut für unsere Blutgefäße uns unser Herz. Vor allem die Stoffe, die der Tomate die rote Farbe verleihen, wirken sich günstig auf die Innenwände der Blutgefäße aus und schützen so vor Gefäßverkalkung und Arteriosklerose. Aber leider nicht bei Rauchern.

Forscher der Berliner Charité und der Universität Jena testeten bei 20 Männern, alle schwere Raucher, wie sich der Verzehr von Tomatenmark (täglich 70 Gramm) auf das Innere der Blutgefäße auswirkt. Für die Studienteilnehmer ein nur bedingt schmackhaftes Versuchsmodell, aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft.

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Roter Farbstoff ein Entgifter im Körper

Die technischen Messungen nach dem Genuss des Tomatenmarks waren eindeutig: Den Effekt der Zigaretten sah man eindeutig (schlechtere Fließeigenschaften des Blutes in den engeren Gefäßen). Einen Effekt der Tomaten sah man hingegen nicht. Und das, obwohl der potentiell gesundmachende Tomatenstoff, nämlich der rote Farbstoff Lykopen, klar nachweisbar war, also am Ort des Geschehens ankam. Die Raucher konnten sich also mit dem Verzehr des Tomaten-Substrats nicht schützen.

Trotzdem bleibt die Tomate ganz oben auf der Liste der guten Nahrungsmittel für das Herz (vor allem, wenn sie aus einem echten Garten kommt). Lykopen ist laut Experten so etwas wie ein Entgifter im Körper.

Übrigens gilt das sogar für Ketchup. Auch der soll noch genügend von dem heilsamen Tomatenstoff enthalten. Wer sagt das? Eine US-amerikanische Studie. Na ja.

Autoren: Christian Sachse/Dr. med. Jörg Zorn, 06.05.2011
Quelle:: Abstract 449, Clin Res Cardiol 100, 2011; 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

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